Palantir meldet einen neuen millionenschweren Vertrag in Asien, doch die Aktie reagiert paradox: Statt einer Erholung setzt sich der jüngste Abwärtstrend fort. Anleger fragen sich, warum der Kurs trotz operativer Erfolge und starker Wachstumszahlen weiter unter Druck steht. Offenbar wiegen Bewertungsängste derzeit schwerer als neue Aufträge.

Expansion mit Hindernissen

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos formalisierte Palantir am 20. Januar eine massive Ausweitung der strategischen Partnerschaft mit dem Industrieriesen HD Hyundai. Der Deal umfasst ein Volumen von "hunderten Millionen Dollar" über mehrere Jahre und ist damit der bisher größte kommerzielle Abschluss des Unternehmens in Südkorea.

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Die KI-Plattform "Foundry" und die "Artificial Intelligence Platform" (AIP) sollen künftig im gesamten Ökosystem des Mischkonzerns zum Einsatz kommen. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig:

  • Elektrische Systeme
  • Robotik
  • Dienstleistungen im Marine-Sektor
  • Baumaschinen

HD Hyundai-Chef Chung Kisun betonte bereits messbare Erfolge: Durch verbesserte Datenintegration und automatisierte Entscheidungsprozesse laufen Abläufe im Schiffbau rund 30 Prozent schneller ab. CEO Alex Karp bezeichnete den südkoreanischen Markt zwar als innovativ, stellte jedoch klar, dass das US-Geschäft absolute Priorität genießt. Drei Viertel des Umsatzes stammten zuletzt aus dem Heimatmarkt, wo die Nachfrage das Angebot derzeit übersteigt.

Kursrutsch statt Kurssprung

Trotz dieser positiven Nachrichtenlage findet die Aktie keinen Halt. Vom Hoch im Dezember bei rund 194 US-Dollar hat das Papier mittlerweile gut 15 Prozent eingebüßt und notierte zuletzt im Bereich von 169 US-Dollar.

Verantwortlich für die Schwäche ist ein Mix aus Gewinnmitnahmen bei KI-Werten und makroökonomischen Sorgen. Die erneuten Zolldrohungen von US-Präsident Trump belasten die Stimmung an den Märkten zusätzlich. Zudem schreckt die extrem hohe Bewertung viele Investoren ab: Selbst nach der jüngsten Korrektur wird Palantir mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 100 gehandelt, was das Unternehmen zu einem der teuersten Titel im Softwaresektor macht.

Vorsicht vor den Zahlen

Das technische Bild hat sich zuletzt eingetrübt. Analyst Stephen Guilfoyle senkte sein Kursziel kurz vor den anstehenden Quartalszahlen von 238 auf 217 US-Dollar. Er begründete dies nicht mit fundamentalen Schwächen, sondern mit dem gebrochenen Momentum der Aktie.

Der entscheidende Impuls für die weitere Richtung dürfte am 2. Februar folgen. Dann präsentiert Palantir die Ergebnisse für das vierte Quartal nach Börsenschluss. Die Erwartungen der Analysten sind hoch, da die Gewinnschätzungen in den letzten 90 Tagen 21-mal nach oben korrigiert wurden.

Konsens-Schätzungen für Q4:
* Umsatz: 1,34 Milliarden US-Dollar
* Bereinigter Gewinn je Aktie (EPS): 0,23 US-Dollar

Ob die Aktie ihren Boden findet, hängt maßgeblich davon ab, ob das Management neben starken Zahlen auch eine überzeugende Prognose für 2026 liefert, die die ambitionierte Bewertung rechtfertigt.

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