Palantir meldet operative Triumphe, doch der Aktienkurs kennt derzeit nur eine Richtung: abwärts. Während das KI-Unternehmen in Davos Partnerschaften in dreistelliger Millionenhöhe verkündete, strichen Anleger zuletzt massiv Gewinne ein. Kurz vor den Quartalszahlen am 2. Februar stellt sich die Frage: Ignoriert der Markt die fundamentalen Fortschritte oder wird hier lediglich Luft aus einer überhitzten Bewertung gelassen?

Milliardenschwere Signale aus Davos

Fundamental scheint die Welt bei dem Software-Spezialisten in Ordnung zu sein. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos konnte Palantir gleich zwei bedeutende Erfolge vermelden. Besonders die vertiefte Partnerschaft mit HD Hyundai sticht hervor: Der Deal soll über mehrere Jahre laufen und ein Volumen von hunderten Millionen Dollar umfassen. Für Palantir ist dies die bisher größte Partnerschaft in Südkorea.

Die Relevanz dieser Zusammenarbeit geht über das reine Vertragsvolumen hinaus. HD Hyundai nutzt die Software bereits, um die Schiffsproduktion um rund 30 Prozent zu beschleunigen – ein konkreter Beleg für den oft diskutierten Nutzen von KI in der Industrie. Parallel dazu wurde Palantir von Sovereign AI (S-AI) ausgewählt, um gemeinsam mit Accenture eine KI-Infrastruktur in Europa und dem Nahen Osten aufzubauen.

Technische Warnsignale dominieren

Trotz dieser operativen Meilensteine bestimmt Skepsis das Handelsgeschehen. Der Analyst Stephen Guilfoyle senkte kürzlich sein Kursziel von 238 auf 217 Dollar und begründete dies explizit mit einer Verschlechterung der technischen Indikatoren, nicht mit fundamentalen Mängeln.

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Die Zahlen untermauern diese Einschätzung: Mit einem Schlusskurs von 144,78 € hat die Aktie auf 30-Tages-Sicht drastische 23,39 Prozent an Wert eingebüßt. Das Handelsvolumen blieb dabei zuletzt erhöht, was auf einen anhaltenden Abgabedruck hindeutet. Marktbeobachter sehen hier eine Korrektur der extremen Bewertung, da die Aktie trotz des Rücksetzers immer noch mit dem Vielfachen der erwarteten Gewinne gehandelt wird.

CEO Alex Karp polarisiert und optimiert

Inmitten der Kurskapriolen sorgte CEO Alex Karp in Davos für Aufsehen. Einerseits warnte er provokant vor Arbeitsplatzverlusten durch KI, andererseits betonte er die massive Nachfrage nach Palantir-Produkten: „Die Nachfrage in Amerika ist größer, als wir befriedigen können.“

Tatsächlich ist das US-Geschäft der Wachstumsmotor. Im letzten Quartal machte es bereits drei Viertel des Gesamtumsatzes aus. Analysten erwarten für die anstehenden Zahlen einen Umsatz von 1,34 Milliarden Dollar. Bemerkenswert ist dabei die Stimmung der Experten: In den letzten 90 Tagen gab es 21 Aufwärtsrevisionen bei den Gewinnschätzungen und keine einzige Korrektur nach unten.

Entscheidung am 2. Februar

Der kommende Quartalsbericht am 2. Februar wird zur Nagelprobe für die weitere Kursentwicklung. Da die Aktie weiterhin mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 170 gehandelt wird, reicht eine bloße Erfüllung der Erwartungen womöglich nicht aus, um den Abwärtstrend zu stoppen. Anleger sollten den Fokus auf den Ausblick legen: Nur wenn das Management belegen kann, dass die neuen Großaufträge wie der Hyundai-Deal die Umsatzprognose unmittelbar anheben, dürfte das Vertrauen der Wall Street kurzfristig zurückkehren.

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