Während viele Softwareunternehmen unter dem Druck der KI-Disruption leiden, sehen führende Investmenthäuser Palantir als einen der Hauptnutznießer dieses Wandels. Die Quartalszahlen liefern Argumente für beide Seiten der Debatte.

Starkes Wachstum, hohe Bewertung

Im vierten Quartal 2025 steigerte Palantir den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 70 Prozent auf 1,41 Milliarden USD. Der Gewinn je Aktie übertraf mit 0,25 USD die Markterwartungen von 0,23 USD. Zahlen, die auf den ersten Blick beeindrucken.

Allerdings notiert die Aktie aktuell bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 240 — ein Niveau, das selbst optimistischen Analysten kaum Spielraum für Fehler lässt. Seit Jahresbeginn hat der Titel rund 7 Prozent verloren, nachdem er im November 2025 noch bei fast 180 Euro notierte.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Palantir?

Was Analysten erwarten

Mehrere Investmenthäuser haben ihre Einschätzungen zuletzt bekräftigt oder angehoben:

  • Citigroup: Kursziel 260 USD, begründet mit einer US-Commercial-Pipeline im Wert von 4,4 Mrd. USD (Ende 2025)
  • Wedbush: „Outperform", Kursziel 230 USD
  • Piper Sandler: „Overweight", Kursziel 230 USD
  • Truist: Kaufempfehlung, Kursziel 223 USD
  • UBS: „Buy", Kursziel 180 USD

Ein wichtiger Treiber hinter dem Optimismus ist die Kooperation mit Nvidia beim Aufbau einer KI-Infrastruktur für staatliche Institutionen. Das Konzept der „Sovereign AI" — also national kontrollierter KI-Systeme — adressiert einen Markt, den klassische Cloud-Anbieter bislang kaum erschlossen haben. Auf der AIPCon präsentierten Kunden wie GE Aerospace und Centrus Energy konkrete Anwendungsfälle, was die industrielle Relevanz der Plattform unterstreicht.

Gegenwind von mehreren Seiten

Das Bild ist nicht ohne Schatten. Zacks stufte die Aktie zuletzt auf „Hold" herab. Berichten zufolge kursieren Gerüchte über Short-Positionen prominenter Investoren gegen KI-Werte — darunter angeblich auch Michael Burry. Zudem verkauften Führungskräfte in den vergangenen 90 Tagen Aktien im Gesamtwert von über 43,7 Millionen USD.

Solche Insiderverkäufe sind bei stark gestiegenen Kursen keine Seltenheit und dienen häufig der Portfolio-Diversifikation. Als alleiniges Warnsignal taugen sie kaum — im Zusammenspiel mit der extremen Bewertung und dem nachlassenden Handelsvolumen zeichnen sie jedoch das Bild einer Aktie, die sich in einer Konsolidierungsphase befindet.

Palantir-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Palantir-Analyse vom 17. März liefert die Antwort:

Die neusten Palantir-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Palantir-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Palantir: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...