Palantir Aktie: Gemäßigte Marktentwicklung
Es klingt paradox: Palantir verkündet eine massive Vertragserweiterung im Wert von hunderten Millionen Dollar, doch die Aktie reagiert mit einem brutalen Absturz. Während das operative Geschäft floriert und neue Großaufträge sichert, wird das Papier von einer heftigen geopolitischen Verkaufswelle mitgerissen. Anleger stehen nun vor der Frage: Spiegelt dieser Ausverkauf fundamentale Risiken wider oder handelt es sich um eine irrationale Marktreaktion?
Operativer Triumph in Südkorea
Während der Aktienkurs massiv unter Druck steht, liefert das Unternehmen operativ ab. Palantir bestätigte eine umfassende Erweiterung der Partnerschaft mit HD Hyundai. Der über mehrere Jahre laufende Vertrag hat ein Volumen im Bereich von "hunderten Millionen" Dollar und markiert den Übergang von einer Pilotphase zu einer zentralen Infrastruktur-Komponente für den Schiffbau-Riesen.
Die industrielle Logik hinter diesem Deal stützt sich auf harte Fakten. Seit HD Hyundai das Betriebssystem von Palantir im Jahr 2021 einführte, konnten die Produktionsprozesse im Schiffbau um rund 30 Prozent beschleunigt werden. CEO Alex Karp bezeichnete die Lage auf dem koreanischen Markt ausdrücklich als "sehr optimistisch".
Handelskrieg drückt die Kurse
Dass die Palantir-Aktie von diesen Nachrichten nicht profitieren kann, liegt am toxischen Marktumfeld. US-Aktienmärkte gerieten nach Ankündigungen von Präsident Trump unter schweren Beschuss. Die US-Administration drohte mit der Einführung von Strafzöllen in Höhe von 10 Prozent auf Importe aus acht europäischen Ländern, beginnend ab dem 1. Februar 2026.
Diese Zölle sollen im Zuge diplomatischer Spannungen um Grönland bis zum 1. Juni 2026 sogar auf 25 Prozent steigen. Dieser geopolitische Schock schickte den gesamten Tech-Sektor auf Talfahrt. Als hochvolatiler Technologiewert wurde Palantir von der allgemeinen Liquidationswelle besonders hart getroffen und verlor im Tagesverlauf rund 17 Prozent an Wert, wobei der Kurs auf knapp 142 Euro abrutschte.
Extreme Bewertungsschere
Unabhängig von der Tagespolitik bleibt die Bewertung von Palantir ein Streitpunkt unter Analysten. Die Diskrepanz zwischen den Lagern ist gewaltig:
- Die Skeptiker: Analysten wie Rishi Jaluria von RBC Capital halten an ihrer Einstufung "Underperform" fest. Mit einem Kursziel von lediglich 50 Dollar sehen sie ein Abwärtsrisiko von gut 65 Prozent vom aktuellen Niveau. Hauptgrund ist die sportliche Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 400.
- Die Optimisten: Die Gegenseite verweist auf die rapide steigende Effizienz. Die bereinigten operativen Margen sind von niedrigen zweistelligen Werten im Jahr 2023 auf aktuell über 40 Prozent gesprungen. Zudem liegt die "Net Dollar Retention"-Rate konstant über 130 Prozent, was bedeutet, dass bestehende Kunden ihre Ausgaben deutlich erhöhen.
Das aktuelle Chartbild unterstreicht die Nervosität: Durch den jüngsten Kursrutsch notiert die Aktie nun deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Für Investoren bleibt die Situation ein Balanceakt zwischen den kurzfristigen Risiken durch die angekündigten Zölle im Februar und der langfristigen Planungssicherheit durch staatliche und industrielle Großaufträge.
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