Palantir Aktie: Eisige Stimmung vor Zahlen
Die Palantir-Aktie steht unter Druck. Am 29. Januar 2026 verlor das Papier 3,49 Prozent, belastet durch Kontroversen um Regierungsaufträge und allgemeine Skepsis im KI-Sektor. Am kommenden Montag legt der Datenanalyse-Spezialist seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor – und die Erwartungen sind hoch.
Rückschlag nach starkem Lauf
Der Titel schloss bei 151,86 US-Dollar und notiert damit rund 27 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 207,52 Dollar, das Anfang November 2025 erreicht wurde. Auslöser für die jüngste Schwäche waren Berichte über den Einsatz von Palantir-Software bei der US-Einwanderungsbehörde ICE. Das Heimatschutzministerium bestätigte die Beteiligung des Unternehmens an KI-gestützten Systemen zur Bearbeitung von Hinweisen.
Hinzu kommt die Debatte um die Bewertung: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 350 und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 102 gehört Palantir zu den teuersten Titeln im S&P 500. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 375 Milliarden Dollar.
Was die Zahlen zeigen müssen
Am 2. Februar 2026 nach Börsenschluss veröffentlicht Palantir die Q4-Ergebnisse. Analysten rechnen mit einem Gewinnsprung von 64,3 Prozent im Jahresvergleich und einem Umsatzplus von 62,8 Prozent. Das Management hatte für das Schlussquartal Erlöse zwischen 1,327 und 1,331 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.
Im dritten Quartal 2025 hatte das Unternehmen mit 1,18 Milliarden Dollar Umsatz (plus 63 Prozent) und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 0,21 Dollar die Erwartungen übertroffen. Besonders stark entwickelte sich das US-Geschäft mit Unternehmenskunden: Hier legte der Umsatz um 121 Prozent zu. Der Gesamtwert neu abgeschlossener Verträge stieg um 151 Prozent auf 2,76 Milliarden Dollar.
Neuer Deal, alte Fragen
Kurz vor den Quartalszahlen meldete Palantir eine Partnerschaft mit Innodata Inc. Das Unternehmen soll Datenannotationen für Palantirs KI-Plattformen liefern, zunächst für die Analyse von Rodeo-Videos mittels Computer Vision. Solche Kooperationen unterstreichen die breite Anwendbarkeit der Technologie – ändern aber nichts an der Kernfrage: Rechtfertigt das Wachstum die extreme Bewertung?
Citi-Analyst Tyler Radke hält trotz der Kritik an seinem Kursziel von 235 Dollar fest. Seine Argumentation: Palantir habe traditionelle Bewertungsmodelle "gesprengt" und sei deshalb nicht mit üblichen Maßstäben zu messen. Die kommenden Quartalszahlen und vor allem der Ausblick auf 2026 dürften zeigen, ob diese These standhält.
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