Orsted Aktie: Liquidität steigt
Orsted verschafft sich zum Jahresauftakt spürbar finanziellen Spielraum: Der teilverkaufte Offshore-Windpark Hornsea 3 bringt Milliarden in die Kasse, während in den USA weiter regulatorische Unsicherheit auf den Kurs drückt. Entscheidend ist nun, wie stark der positive Effekt aus Europa die Belastungen aus dem US-Geschäft ausgleichen kann.
Hornsea 3 Deal bringt 39 Milliarden DKK
Der dänische Energiekonzern hat den Verkauf von 50 % am Offshore-Windpark Hornsea 3 an von Apollo verwaltete Fonds abgeschlossen. Das Geschäft wurde kurz vor Jahreswechsel finalisiert und sorgt für einen Liquiditätszufluss von rund 39 Milliarden DKK (etwa 6,1 Milliarden USD).
Der Deal ist ein zentraler Baustein der „Farm-Down“-Strategie: Orsted entwickelt große Projekte und verkauft anschließend Minderheitsanteile, um weiteres Wachstum zu finanzieren und die Bilanz zu stabilisieren. Hornsea 3 mit 2,9 GW im Vereinigten Königreich soll nach Fertigstellung der weltweit größte einzelne Offshore-Windpark werden. Apollo übernimmt künftig 50 % der Investitionsausgaben (CAPEX) und reduziert damit das Entwicklungsrisiko für Orsted deutlich.
Wesentliche Eckdaten der Transaktion:
- Asset: Hornsea 3 Offshore Windpark (UK)
- Käufer: Von Apollo verwaltete Fonds
- Verkaufter Anteil: 50 %
- Transaktionsvolumen: ca. 39 Milliarden DKK
- Strategischer Effekt: Zusätzliche Liquidität, geteilte CAPEX-Last
US-Projekte unter Druck
Trotz des Rückenwinds aus Europa steht die Aktie weiter unter Druck. In den letzten Dezembertagen verlor der Kurs etwa 13–15 %, nachdem das US Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) mehrere große Offshore-Projekte vorübergehend gestoppt hatte.
Von der 90-tägigen Aussetzung betroffen sind unter anderem die Projekte Revolution Wind und Sunrise Wind. Das US-Innenministerium begründete den Schritt mit „nationalen Sicherheitsbedenken“, insbesondere möglicher Radarstörungen. Diese Entscheidung sorgt für Unsicherheit bei Zeitplan und Wirtschaftlichkeit der US-Projektpipeline, die bislang als wichtiger Wachstumstreiber für die Bewertung des Unternehmens galt.
Kursverlauf und Marktbild
Nach der starken Schwankung infolge der US-Meldungen hat sich die Aktie in den jüngsten Handelstagen etwas beruhigt und pendelt um die Marke von 122 DKK. Der Abschluss des Hornsea-3-Deals wirkt dabei als konkreter Gegenpol zur negativen Stimmung rund um die US-Regulierung.
Am Markt steht nun ein Abwägen im Vordergrund:
- kurzfristig wirkt der Mittelzufluss von 39 Milliarden DKK stützend auf Bilanz und Finanzierung,
- mittel- bis kurzfristig bleiben die Risiken durch die US-Politik gegenüber Offshore-Windprojekten bestehen.
Die unterschiedliche Entwicklung – stabile Umsetzung in Großbritannien auf der einen Seite, regulatorische Hürden in den USA auf der anderen – prägt derzeit die Wahrnehmung der Aktie.
Ausblick
Im Fokus steht nun, wie effizient Orsted die zusätzliche Liquidität aus der Apollo-Transaktion einsetzt, um Verzögerungen und Unsicherheiten im US-Geschäft zu überbrücken. Der Abschluss des Hornsea-3-Teilverkaufs bestätigt, dass das Asset-Rotationsmodell trotz schwierigen Umfelds operativ funktioniert. Für die kurzfristige Kursentwicklung bleibt jedoch vor allem entscheidend, wie sich die US-Lease-Sperren nach Ablauf der 90-tägigen Pause weiter entwickeln.
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