Oracle Aktie: 38-Milliarden-Schock!
Oracle hat den Turbo für künstliche Intelligenz gezündet, doch der Treibstoff wird teuer – extrem teuer. Ein Medienbericht über ein geplantes, gigantisches Finanzierungspaket drückte die Stimmung zum Wochenausklang massiv und ließ Anleger nervös reagieren. Droht dem Konzern angesichts explodierender Infrastrukturkosten nun eine Schuldenlawine oder ist dies der unumgängliche Preis für die technologische Marktführerschaft?
Alles auf eine Karte: Die OpenAI-Wette
Auslöser für den jüngsten Kursrutsch war ein Bericht der Financial Times, wonach Oracle in Verhandlungen über ein Kreditpaket in Höhe von astronomischen 38 Milliarden US-Dollar steht. Ziel dieser massiven Kapitalaufnahme, die gemeinsam mit Vantage Data Centers und einem Bankenkonsortium realisiert werden soll, ist der beschleunigte Ausbau der Rechenzentrumskapazitäten – speziell für den Großkunden OpenAI.
Für Anleger ist diese Nachricht ein zweischneidiges Schwert. Zwar unterstreicht der Deal Oracles zentrale Rolle im KI-Sektor, doch die schiere Dimension der Verschuldung bereitet Sorgen. Besonders brisant: Erst im September hatte das Unternehmen Anleihen im Wert von 18 Milliarden US-Dollar platziert. Dass nur wenige Monate später erneut eine derart gigantische Summe benötigt wird, befeuert die Angst vor einer Überhitzung der Bilanz und steigenden Kapitalkosten.
Glänzende Auftragsbücher, teure Realität
Das fundamentale Dilemma des Konzerns wird immer deutlicher: Das Wachstumspotenzial ist riesig, aber die Vorabkosten sind es auch. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 meldete Oracle noch stolz einen Anstieg der vertraglich gesicherten Restaufträge (RPO) um sagenhafte 359 Prozent auf 455 Milliarden US-Dollar. Doch diese Zahlen sind vorerst nur Papierwerte. Um sie in Umsatz zu verwandeln, müssen gigantische Summen in Hardware und Rechenzentren fließen.
Genau hier haken Kritiker ein. Analyst Gil Luria von DA Davidson senkte jüngst sein Kursziel drastisch und verwies auf das Klumpenrisiko: Ein Großteil des Auftragsbooms hängt an OpenAI. Sollte der KI-Pionier straucheln oder die Nachfrage sinken, säße Oracle auf einer teuren Infrastruktur ohne Abnehmer.
Die Angst geht um
Der Markt preist diese Risiken derzeit aggressiv ein. Die Aktie befindet sich in einer schmerzhaften Korrekturphase und hat sich weit von ihren Höchstständen entfernt. Mit einem Minus von über 26 Prozent allein in den letzten 30 Tagen und einem aktuellen Kurs von 173,56 Euro (Stand: Freitag) suchen die Papiere händeringend nach einem Boden. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von über 21 Prozent verdeutlicht die Wucht des jüngsten Abverkaufs.
Der Blick richtet sich nun gespannt auf Mitte Dezember. Dann wird Oracle die Zahlen zum zweiten Quartal vorlegen. Anleger erwarten nicht nur eine Bestätigung des Wachstumskurses, sondern vor allem Antworten darauf, wie dieser Schuldenberg bedient werden soll, ohne die Margen langfristig zu zerstören.
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