Opendoor sorgt für reichlich Turbulenzen an den Märkten. Nach einer beispiellosen Ausschüttung von Optionsscheinen und einem radikalen Umbau in der Führungsetage herrscht massive Unruhe. Das Handelsvolumen bleibt hoch, doch Anleger fragen sich: Ist der Schwenk hin zu einem kapitalschonenden Geschäftsmodell die langersehnte Rettung oder nur ein verzweifelter Versuch, das Ruder herumzureißen?

Optionsschein-Chaos an der Nasdaq

Der Immobilientechnologie-Konzern vollzog am 21. November einen ungewöhnlichen Schritt: Eine Sonderdividende in Form handelbarer Optionsscheine (Warrants). Aktionäre erhielten für je 30 gehaltene Papiere drei verschiedene Serien (K, A und Z), die seit dem 24. November aktiv an der Nasdaq gehandelt werden.

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Dieses Manöver spaltet die Marktteilnehmer. Während Optimisten darin eine kreative Belohnung für leidgeprüfte Langzeitinvestoren sehen, wittern Kritiker einen gescheiterten Versuch, Leerverkäufer unter Druck zu setzen. Ging der Plan nach hinten los?

Die Fakten zur Ausschüttung:
* Handelsstart an der Nasdaq erfolgte am 24. November.
* Drei Serien im Umlauf: OPENW, OPENL und OPENZ.
* Laufzeit aller Warrants endet am 20. November 2026.

Hoffnungsschimmer Direktvertrieb?

Unter neuer Führung setzt das Unternehmen alles auf eine Karte. Der ambitionierte Plan: Eine Verzehnfachung des Geschäfts durch eine konsequente "Direct-to-Consumer" (D2C) Strategie. Im dritten Quartal wählten bereits über 20 Prozent der Kunden den direkten Verkaufsweg – ein erstes positives Signal für die Plattform.

Erste Pilotprojekte im Oktober mit über 2.000 neuen Konten zeigen das Potenzial: Der D2C-Kanal erzielte eine sechsmal höhere Konversionsrate als herkömmliche Wege. Diese Effizienzsteigerung könnte im aktuellen Marktumfeld überlebenswichtig sein, da sich das Unternehmen zunehmend von der kapitalintensiven Lagerhaltung von Immobilien verabschiedet.

Wall Street schlägt Alarm

Trotz operativer Lichtblicke bleibt die Stimmung an der Wall Street eisig. Große Analystenhäuser warnen weiterhin vor einem Einstieg. Die Citigroup stuft das Papier mit "Sell" und einem Kursziel von lediglich 1,40 Dollar ein. Auch Keefe, Bruyette & Woods bewerten die Aktie mit "Underperform" (Ziel: 2,00 Dollar). Der Konsens liegt mit rund 2,99 Dollar zwar höher, aber immer noch deutlich unter früheren Niveaus.

Auch Star-Investor Jim Cramer bleibt skeptisch und fordert den Nachweis nachhaltiger Profitabilität. Zwar gelang im zweiten Quartal ein bereinigtes EBITDA von 23 Millionen Dollar, doch für das dritte Quartal prognostiziert das Management bereits wieder rote Zahlen zwischen minus 21 und minus 28 Millionen Dollar.

Großinvestoren sind sich uneinig:
* Käufer: Jane Street Group stockte massiv auf (+23,9 Mio. Aktien).
* Käufer: Renaissance Technologies erhöhte die Position um fast 200 Prozent.
* Verkäufer: T. Rowe Price reduzierte den Bestand drastisch um fast 97 Prozent.
* Verkäufer: Two Sigma Advisers stieß nahezu alle Anteile ab.

Das makroökonomische Umfeld bleibt mit hohen Hypothekenzinsen toxisch für das Geschäftsmodell. Das niedrige Kurs-Umsatz-Verhältnis von 1,23 deutet zwar auf eine günstige Bewertung hin, könnte aber ebenso ein Warnsignal für fundamentale Zweifel an der Überlebensfähigkeit sein. Kann Opendoor diesen Gegenwind überstehen?

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