Gestern meldete die Allwyn AG den endgültigen Vollzug der Fusion mit OPAP. Das neu formierte Unternehmen steigt damit auf einen Schlag zum weltweit zweitgrößten börsennotierten Betreiber in der Lotterie- und Glücksspielbranche auf. Trotz dieses strategischen Meilensteins quittiert der Markt die Neuigkeiten am Mittwoch mit Zurückhaltung.

Struktur des neuen Branchenriesen

Die Grundlagen für den Zusammenschluss wurden bereits im vergangenen Oktober gelegt. Laut Unternehmensangaben bleiben über 93 Prozent des Kapitals in der kombinierten Gesellschaft investiert. Nach dem für April erwarteten Austrittsverfahren einzelner Aktionäre wird sich der Streubesitz auf rund 22 Prozent belaufen. Die restlichen Anteile kontrolliert weiterhin indirekt die Investmentgesellschaft KKCG.

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An der Börse spiegelt sich die neu gewonnene fundamentale Größe derzeit nicht wider. Der Titel verlor am Mittwoch 3,27 Prozent auf 14,48 Euro und nähert sich damit seinem 52-Wochen-Tief von 14,22 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust mittlerweile auf knapp 23 Prozent.

Expansionspläne und gestoppte Übernahmen

Um die internationale Präsenz weiter auszubauen, treibt das Management neben einer bestätigten Dividende von 0,80 Euro je Aktie konkrete strukturelle Veränderungen voran:

  • Sitzverlegung: Bis Ende des zweiten Quartals 2026 zieht der Hauptsitz in die Schweiz.
  • Zweitnotierung: Neben Athen wird ein Listing an einem internationalen Handelsplatz wie London oder New York angestrebt.

Allerdings verläuft die Expansion nicht an allen Fronten reibungslos. Das Unternehmen hat die geplante Übernahme von Novibet offiziell abgesagt. Zuvor hatte die griechische Wettbewerbskommission erhebliche Bedenken angemeldet, da ein solcher Zukauf die Marktposition von Allwyn zu stark ausgebaut und den lokalen Wettbewerb eingeschränkt hätte.

Mit dem Abschluss der OPAP-Fusion und dem formellen Verzicht auf Novibet sind die drängendsten regulatorischen Baustellen vorerst geklärt. Die für April anstehende Finalisierung der Aktionärsstruktur und die Vorbereitungen für die Sitzverlegung in die Schweiz bilden nun die nächsten konkreten operativen Schritte für das Management.

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