OHB SE Aktie: Wahrer Aufwärtsschub!
Der europäische Raumfahrtsektor steht vor einer historischen Weichenstellung, und ein Unternehmen profitiert davon wie kein zweites. Nach der ESA-Ministerratskonferenz in Bremen sind die Kassen für die kommenden Jahre prall gefüllt, was die Papiere des Bremer Systemintegrators in einen regelrechten Rausch versetzte. Doch nach der jüngsten Kursexplosion fragen sich Anleger: Ist das der Treibstoff für neue Allzeithochs oder folgt nun das böse Erwachen durch Gewinnmitnahmen?
Planungssicherheit bis 2028
Das dominierende Thema zum Wochenausklang war zweifellos das Ergebnis des "Heimspiels" in Bremen. Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) einigten sich auf ein gigantisches Gesamtbudget von 22,1 Milliarden Euro für die nächsten drei Jahre. Für OHB ist dabei ein Detail entscheidend: Deutschland zementiert mit einem Beitrag von über 5 Milliarden Euro seine Führungsrolle.
Warum ist das so wichtig? Bei der ESA gilt das "Geo-Return"-Prinzip: Aufträge fließen proportional zu den Beitragszahlungen in die Industrie der Geberländer zurück. Dass Deutschland tief in die Tasche greift, bedeutet fast zwangsläufig volle Auftragsbücher für das Bremer Familienunternehmen. Die Unsicherheiten der letzten Monate über staatliche Budgets sind damit vom Tisch – es herrscht Planungssicherheit bis 2028.
Wo die Gelder hinfließen
Konzernchef Marco Fuchs sprach von einem „starken Signal“, und ein Blick auf die Details zeigt, warum die Euphorie berechtigt ist. OHB profitiert gleich an mehreren Fronten von den bewilligten Milliarden:
- Launcher-Sparte: Über 4 Milliarden Euro fließen in Trägerraketen und Raumtransport. Dies stärkt direkt die OHB-Beteiligungen MT Aerospace und die Rocket Factory Augsburg (RFA).
- Mond-Missionen: Für die Exploration stehen 3 Milliarden Euro bereit. OHB hat hier bereits den Fuß in der Tür und liefert Subsysteme für die Mondlandefähre „Argonaut“.
- Verteidigung: Der verstärkte Fokus auf Sicherheit und Weltraumüberwachung spielt dem bestehenden Portfolio des Konzerns perfekt in die Karten.
Überhitzung oder Startrampe?
Die Börse hat diese Entwicklung bereits massiv vorweggenommen. Die Aktie legte allein in den letzten sieben Tagen um satte 19,05 % zu. Seit Jahresanfang steht sogar ein Plus von fast 140 % auf der Kurstafel. Dass das Papier am Freitag um 2,95 % auf 115,00 Euro korrigierte, werten Marktteilnehmer vorerst als gesunde Konsolidierung nach dem vertikalen Anstieg.
Ein Warnsignal sendet allerdings der RSI (Relative Strength Index), der mit einem Wert von 73,0 auf eine technisch überkaufte Situation hindeutet. Anleger nehmen hier Gewinne mit, nachdem die psychologisch wichtige 100-Euro-Marke pulverisiert wurde.
In der kommenden Woche dürfte sich entscheiden, ob die Bullen das Zepter in der Hand behalten. Der Fokus verschiebt sich nun von den politischen Beschlüssen hin zur operativen Umsetzung. Erfahrungsgemäß folgen auf die Budgetentscheidungen zeitnah konkrete Vertragsunterzeichnungen. Bleiben diese aus oder verzögern sich, könnte die hohe Bewertung kurzfristig wackeln – doch das fundamentale Fundament für die nächsten Jahre steht so fest wie selten zuvor.
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