Ocugen Aktie: Nächste Etappe
Ocugen hat sich Luft verschafft. Mit 22,5 Millionen Dollar frischem Kapital und vielversprechenden Studiendaten zu seinem Gen-Therapie-Kandidaten OCU410 geht das Biotech-Unternehmen in eine entscheidende Phase. Die Aktie notiert aktuell bei 1,26 Euro – nach einem turbulenten Jahr mit einem Plus von 74 Prozent, aber auch einem deutlichen Rückschlag vom Januarhoch.
Finanzspritze sichert Runway bis Q4
Ende Januar schloss Ocugen eine Direktplatzierung ab: 15 Millionen neue Aktien zu je 1,50 Dollar brachten netto rund 20,85 Millionen Dollar in die Kasse. Hauptinvestor war RTW Investments. Das Management rechnet damit, dass diese Mittel die laufenden Kosten bis ins vierte Quartal 2026 decken. Für ein Unternehmen ohne zugelassenes Produkt ist eine gesicherte Finanzierung über neun Monate ein wichtiger Baustein – aber eben auch nur ein Baustein.
Phase-2-Daten wecken Hoffnung
Mitte Januar präsentierte Ocugen vorläufige 12-Monats-Daten aus der Phase-2-Studie ArMaDa. Der Kandidat OCU410 soll das Wachstum von Läsionen bei geografischer Atrophie, einer Form der trockenen altersbedingten Makuladegeneration, bremsen. Die kombinierten mittleren und hohen Dosisgruppen zeigten eine Reduktion des Läsionswachstums um 46 Prozent gegenüber der Kontrollgruppe. Schwere unerwünschte Ereignisse, die auf das Medikament zurückzuführen wären, wurden bei insgesamt 60 Patienten in Phase 1 und 2 nicht beobachtet.
Wichtige Eckdaten:
- Finanzierung: 22,5 Mio. USD (netto 20,85 Mio. USD)
- Cash-Reichweite: bis Q4 2026
- Läsionswachstum-Reduktion: 46 % (mittlere/hohe Dosis vs. Kontrolle)
- Nächste Quartalszahlen: 27. März 2026
- Geplante BLA-Einreichung OCU410: 2028
Was jetzt zählt
Die vollständigen Phase-2-Daten sollen noch im laufenden Quartal folgen. Erst dann wird sich zeigen, wie konsistent die Ergebnisse über alle Patientengruppen und Dosierungen hinweg sind. Ocugen plant zudem, noch 2026 eine Phase-3-Studie für OCU410 zu starten. Konkrete Details zu Design, Standorten oder Patientenrekrutierung stehen allerdings noch aus.
Parallel läuft das Programm OCU410ST für Morbus Stargardt, eine seltene Netzhauterkrankung. Hier erhielt Ocugen im Februar 2025 grünes Licht von der FDA für eine zulassungsrelevante Phase-2/3-Studie. Updates zu diesem Programm könnten in den kommenden Monaten folgen.
Der Markt für Therapien gegen geografische Atrophie ist groß: Schätzungsweise 2 bis 3 Millionen Menschen in den USA und Europa sind betroffen. Allerdings tummeln sich mehrere Wettbewerber in diesem Segment, die ebenfalls an Gen- oder Zelltherapien arbeiten.
Am 27. März folgen die Zahlen für das vierte Quartal 2025. Dann dürfte das Management auch ein Update zur Liquidität und zu den nächsten Pipeline-Schritten geben. Bis dahin bleibt Ocugen ein klassisches Biotech-Investment: hohe Chancen, hohes Risiko – und viel Abhängigkeit von klinischen Daten.
Ocugen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ocugen-Analyse vom 05. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Ocugen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ocugen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 05. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ocugen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








