Der Biotech-Spezialist Ocugen hat in den vergangenen Tagen eine Achterbahnfahrt hinter sich. Auslöser war eine 22,5 Millionen Dollar schwere Kapitalerhöhung, die den Kurs zunächst unter Druck setzte. Doch die Aktie hat sich schneller erholt als erwartet – gestützt durch vielversprechende Studiendaten zur Gen-Therapie OCU410.

Verwässerung belastet zunächst

Am 21. Januar 2026 sackte die Aktie um knapp 11 Prozent auf 1,49 Dollar ab. Der Grund: Ocugen platzierte 15 Millionen neue Aktien zu je 1,50 Dollar bei institutionellen Investoren. Die Verwässerung für Altaktionäre war spürbar.

Details zur Kapitalmaßnahme:

  • Bruttoerlös: 22,5 Millionen Dollar
  • Nettoerlös: 20,85 Millionen Dollar nach Gebühren
  • Lead-Investor: RTW Investments
  • Ausgabepreis: 1,50 Dollar je Aktie

Das frische Kapital soll die Finanzierung bis ins vierte Quartal 2026 sichern. Damit verschafft sich das Unternehmen aus Malvern, Pennsylvania, Luft für die Weiterentwicklung seiner Therapie-Pipeline.

Schnelle Gegenbewegung

Bereits einen Tag nach dem Kursrutsch drehte die Aktie ins Plus. Am 22. Januar kletterte sie auf 1,65 Dollar, am 27. Januar schloss sie bei 1,59 Dollar. Das Handelsvolumen normalisierte sich auf rund 4,2 Millionen Stück – nach über 10,5 Millionen am Tag der Ankündigung.

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Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei etwa 520 Millionen Dollar. Vom 52-Wochen-Hoch bei 1,96 Dollar ist die Aktie noch ein Stück entfernt, vom Tief bei 0,515 Dollar aber deutlich abgesetzt.

OCU410-Daten geben Rückenwind

Kurz vor der Kapitalerhöhung hatte Ocugen vielversprechende Phase-2-Daten für seine Gen-Therapie OCU410 vorgelegt. Diese zielt auf die Behandlung von geografischer Atrophie bei trockener altersabhängiger Makuladegeneration ab – einem Bereich mit begrenzten Therapieoptionen.

Die Ergebnisse vom 15. Januar 2026: Bei rund 50 Prozent der nach zwölf Monaten ausgewerteten Patienten reduzierte sich das Läsionswachstum um 46 Prozent im Vergleich zur Kontrollgruppe. Schwerwiegende Nebenwirkungen, die auf OCU410 zurückzuführen waren, traten in Phase 1 und Phase 2 nicht auf.

Pipeline mit Potenzial

Neben OCU410 arbeitet Ocugen an weiteren Gen-Therapien. OCU400 befindet sich in Phase 3 zur Behandlung von Retinitis pigmentosa, OCU410ST durchläuft Phase 1 für Morbus Stargardt. Hinzu kommt OCU200, ein Fusionsprotein gegen diabetisches Makulaödem.

Die Beteiligung von RTW Investments – einem auf Healthcare spezialisierten Investor – signalisiert institutionelles Vertrauen in die Pipeline. Chardan Capital hält an seinem Kursziel von 7 Dollar fest, was vom aktuellen Niveau aus deutliches Potenzial bedeuten würde.

Mit der verlängerten Finanzierungsreichweite bis Q4 2026 hat Ocugen nun Spielraum, um seine klinischen Programme voranzutreiben. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Gen-Therapie-Plattform die hochgesteckten Erwartungen erfüllen kann.

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