Nvidia-CEO Jensen Huang nutzte die CES 2026 für eine klare Botschaft an die Konkurrenz. Mit der überraschenden Enthüllung der neuen "Rubin"-Architektur unterstreicht der Konzern seinen technologischen Vorsprung im KI-Sektor. Finanzexperten werten den Schritt positiv: Die Bank of America bestätigt ihre Kaufempfehlung und sieht den fairen Wert der Aktie weit über dem aktuellen Kursniveau.

Technologischer Sprung überrascht Experten

Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand die Keynote am Montagabend, bei der Huang die nächste Generation der KI-Plattform namens "Rubin" präsentierte. Dieser Schritt kam für viele Marktbeobachter früher als erwartet, da solche Ankündigungen traditionell für die hauseigene GTC-Konferenz im März reserviert sind. Die Rubin-Plattform setzt auf ein "extremes Co-Design" von sechs neuen Chips, darunter die Vera CPU und die Rubin GPU, um Trainingszeiten und Kosten für KI-Anwendungen drastisch zu senken.

Nvidia reagiert damit auf die ungebrochen hohe Nachfrage nach Rechenleistung für künstliche Intelligenz. Laut Huang kommt die neue Architektur "genau zum richtigen Zeitpunkt", da der Bedarf sowohl für das Training als auch für die Anwendung (Inference) von KI-Modellen weiterhin rasant steigt. Die Produktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 anlaufen.

Analysten sehen günstige Bewertung

Die Reaktion der Wall Street auf die Produktvorstellung fiel positiv aus. Ein Analystenteam der Bank of America unter der Leitung von Vivek Arya bestätigte am heutigen Mittwoch das "Buy"-Rating und ein Kursziel von 275 US-Dollar. Gemessen am aktuellen Kurs von rund 187 US-Dollar impliziert dies ein erhebliches Aufwärtspotenzial.

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Die Analysten begründen ihren Optimismus mit mehreren Faktoren:
* Dominanz: Nvidia treibt weiterhin alle großen Sprachmodelle (LLMs) an, die sich in Produktion befinden.
* Skalierung: Die technologische Entwicklung verläuft nach Plan, mit massiven Effizienzsteigerungen bei der Token-Generierung.
* Bewertung: Trotz des Wachstums wird die Aktie laut Bank of America mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 19 gehandelt. Dies entspricht in etwa dem Niveau des breiten S&P 500 Index, obwohl Nvidia ein deutlich höheres Gewinnwachstum vorweist.

Zusätzlich zu den Hardware-News kündigte Nvidia eine erweiterte Partnerschaft mit Siemens an. Ziel ist die Entwicklung von "Industrial AI"-Lösungen, um Fertigungsanlagen vollständig KI-gesteuert und adaptiv zu gestalten. Dies deutet darauf hin, dass sich das KI-Geschäft zunehmend von reinen Software-Anwendungen hin zur physischen Industrie verlagert.

Ausblick und nächste Termine

Trotz der positiven Nachrichten schloss die Aktie gestern leicht im Minus bei 187,24 US-Dollar, liegt auf 12-Monats-Sicht jedoch gut 38 Prozent im Plus. Als Risikofaktoren identifizierten die Experten eine mögliche Schwäche im Gaming-Markt sowie geopolitische Spannungen bezüglich Exportbeschränkungen nach China.

Der nächste entscheidende Impuls für Anleger wird am 25. Februar 2026 erwartet. Dann veröffentlicht Nvidia die Zahlen zum vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026. Der Markt rechnet mit einem Umsatzwachstum von über 60 Prozent und einem Gewinn pro Aktie von 1,45 US-Dollar, was die fundamentalen Erwartungen an den Chiphersteller untermauert.

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