Nvidia dominiert die Schlagzeilen der CES 2026 mit einer beschleunigten Roadmap und der überraschenden Vorstellung der "Vera Rubin"-Plattform. Doch hinter der technologischen Machtdemonstration braut sich ein geopolitischer Konflikt zusammen, der Einnahmen in massiver Höhe gefährden könnte. Während Peking und Washington um Exportkontrollen ringen, stehen Anleger vor der Entscheidung: Überwiegt die Innovationskraft die regulatorischen Risiken?

China-Geschäft auf der Kippe

Das Tauziehen um den chinesischen Markt sorgt für erhebliche Unsicherheit in den Bewertungsmodellen. Berichten von The Information zufolge hat Peking heimische Tech-Firmen angewiesen, Bestellungen für Nvidias H200-Chips vorerst zu stoppen. Gleichzeitig melden andere Quellen wie Reuters, dass bereits Aufträge über zwei Millionen Einheiten vorliegen – ein potenzielles Umsatzvolumen von 40 Milliarden Dollar allein für das Jahr 2026.

Die Situation wird durch neue regulatorische Hürden verschärft: Die US-Regierung erhebt nun eine Gebühr von 25 Prozent auf diese Exporte. Trotz dieser widrigen Umstände bereitet Nvidia die Produktionskapazitäten bei TSMC für das zweite Quartal vor. CEO Jensen Huang betonte, dass konkrete Kaufaufträge für ihn mehr zählen als politische Absichtserklärungen.

Technik-Offensive in Las Vegas

Ungeachtet der politischen Störfeuer nutzte der Konzern die CES in Las Vegas, um seine technologische Führungsrolle aggressiv auszubauen. Die neue "Vera Rubin"-Plattform wurde Monate früher als erwartet angekündigt und befindet sich bereits in der Produktion. Mit einer versprochenen zehnfachen Kostensenkung bei der Inferenz und deutlich höherer Rechenleistung zielt Nvidia darauf ab, die eigene Blackwell-Architektur schnell obsolet zu machen.

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Flankiert wird dieser Vorstoß durch neue Partnerschaften in der Industrie. Gemeinsam mit Siemens arbeitet Nvidia an einem KI-Betriebssystem für die Industrie, während PepsiCo die digitale Zwillingstechnologie des Konzerns zur Optimierung von Lieferketten einsetzt. Diese Schritte sollen die Abhängigkeit vom reinen Chip-Verkauf durch Software- und Industrieanwendungen verringern.

Analysten bleiben optimistisch

Die Finanzwelt reagiert bislang euphorisch auf die technologischen Fortschritte und blendet die China-Risiken weitgehend aus. Analysten sehen in der beschleunigten Roadmap den entscheidenden Treiber. Oppenheimer bestätigt ein Kursziel von 265,00 US-Dollar, während Melius Research sogar 350,00 US-Dollar in Aussicht stellt. Der Marktkonsens liegt bei rund 263 US-Dollar, was vom gestrigen Schlusskurs bei 189,11 US-Dollar ein Kurspotenzial von fast 40 Prozent impliziert.

Kurzfristig dürfte die Volatilität hoch bleiben, bis Klarheit über die tatsächliche Ausführung der H200-Bestellungen und die regulatorischen Rahmenbedingungen herrscht. Dass sich die Aktie trotz der negativen Nachrichten aus China in der Nähe ihrer Höchststände hält, zeigt jedoch deutlich, dass institutionelle Investoren den technologischen Vorsprung derzeit höher gewichten als die politischen Risiken.

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