Nvidia Aktie: Software schlägt Hardware
Nvidia hat am 1. April 2026 neue MLPerf-Benchmark-Ergebnisse vorgelegt — und die Zahlen zeigen etwas Bemerkenswertes: Die größten Leistungsgewinne kommen nicht von neuer Hardware, sondern von Software. Das hat direkte Konsequenzen für die Wirtschaftlichkeit von KI-Rechenzentren weltweit.
Bis zu 2,7-fache Leistung auf gleicher Hardware
Im aktuellen MLPerf Inference v6.0 Benchmark erzielte Nvidia durch Updates seiner TensorRT-LLM-Bibliothek Leistungssteigerungen von bis zu 2,7x auf Blackwell Ultra GPUs — ohne zusätzliche Hardware. Für Rechenzentrumsbetreiber bedeutet das: niedrigere Kosten pro Token auf bestehender Infrastruktur.
Die GB300 NVL72-Systeme lieferten ebenfalls starke Ergebnisse. Beim DeepSeek-R1-Modell wurden über vier vernetzte GB300-Systeme via Quantum-X800 InfiniBand neue Durchsatzrekorde gesetzt. Beim Llama 3.1 405B-Modell verbesserte sich die Leistung gegenüber dem Vorjahreszyklus um den Faktor 1,5.
Neu im v6.0-Benchmark ist das erste multimodale Vision-Language-Modell Qwen3-VL-235B, auf dem Nvidias Plattform 68 Anfragen pro Sekunde verarbeitete. Das MoE-Reasoning-Modell GPT-OSS-120B erreichte 677.199 Tokens pro Sekunde — relevant vor allem für sogenannte Agentic-AI-Anwendungen, die hohe Interaktivität und niedrige Latenz erfordern.
Chinas Markt verschiebt sich
Parallel zu den Benchmark-Ergebnissen zeigen IDC-Daten eine veränderte Lage in China. Nvidias Marktanteil im chinesischen KI-Accelerator-Servermarkt ist auf rund 55 % gesunken. Lokale Chiphersteller und chinesische Technologiekonzerne kommen zusammen auf etwa 41 % des heimischen Markts — gestützt durch staatliche Förderung inländischer Halbleiterproduzenten.
Von den insgesamt vier Millionen in China ausgelieferten Einheiten im Jahr 2025 entfielen knapp 2,2 Millionen auf Nvidia. Das ist weiterhin eine starke Position, aber der Abstand zur Konkurrenz schrumpft.
Bewertung auf S&P-500-Niveau
Trotz eines Umsatzwachstums von 65 % auf 215,9 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2026 und einer Bruttomarge von 75 % notiert die Aktie aktuell bei rund dem 19-fachen des erwarteten Gewinns — auf Augenhöhe mit dem Durchschnitt des S&P 500. Historisch handelte Nvidia mit einem Aufschlag von rund zehn Punkten auf diesen Wert.
Analysten rechnen damit, dass Nvidia allein rund 21 % des gesamten S&P-500-Gewinnwachstums im Jahr 2026 beisteuern wird. Die aktuelle Bewertung spiegelt damit weniger die Fundamentaldaten als eine Phase erhöhter Vorsicht unter Investoren wider — was erklärt, warum die Aktie trotz Rekordzahlen seit Jahresbeginn rund 6 % im Minus liegt.
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