Der französische Luxusgüterkonzern erlebt derzeit den schwächsten Start in ein Börsenjahr seit 1989. Während die sogenannte aufstrebende Mittelschicht ihre Ausgaben spürbar zurückfährt, reagieren Analysten mit deutlichen Kurszielsenkungen auf die angespannte Lage in den Kernmärkten USA und China.

Deutsche Bank zieht Konsequenzen

Die anhaltende Kaufzurückhaltung veranlasste nun die Deutsche Bank zu einer Neubewertung. Analyst Adam Cochrane reduzierte das Kursziel für den Luxus-Titel signifikant von 705 auf 620 Euro, beließ die Einstufung allerdings auf „Buy“. Als Haupttreiber für den trüben Ausblick identifizierte die Bank geopolitische Spannungen im Nahen Osten sowie konjunkturelle Bremsspuren in den wichtigsten asiatischen und nordamerikanischen Absatzmärkten. Eine schnelle Trendwende sei laut der Studie derzeit nicht absehbar, auch wenn das langfristige Wachstumspotenzial intakt bleibe.

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Kunden halten sich zurück

An der Börse spiegelt sich diese Unsicherheit deutlich wider. Mit einem Schlusskurs von 472,15 Euro am Mittwoch summiert sich der Verlust seit Jahresbeginn auf 26,43 Prozent. Damit schneidet das Papier im ersten Quartal sogar schlechter ab als während der Finanzkrise 2008 oder dem Pandemie-Schock 2020.

Besonders die Segmente für Wein und Spirituosen sowie Mode und Lederwaren spüren den Rückzug der sogenannten „Aspirational Buyers“. Diese Kundenschicht verzichtet angesichts steigender Energiekosten und unsicherer Wirtschaftsaussichten zunehmend auf teure Status-Symbole. Die soliden Fundamentaldaten aus dem Vorjahr – darunter eine operative Marge von 22 Prozent – rücken angesichts dieses negativen Marktsentiments völlig in den Hintergrund.

Wichtige Termine im April

Der Fokus der Investoren richtet sich nun auf den 13. April, wenn der Konzern die offiziellen Umsatzzahlen für das abgelaufene Quartal vorlegt. Analysten erwarten für das Kerngeschäft mit Mode und Lederwaren lediglich ein minimales organisches Wachstum von 0,65 Prozent. Wenige Tage später, auf der Hauptversammlung am 23. April, steht zudem die Abstimmung über die Auszahlung der Restdividende von 7,50 Euro je Aktie auf der Agenda. Verfehlen die kommenden Umsatzzahlen selbst die bereits stark gesenkten Erwartungen, droht dem Titel eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung.

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