Vor den anstehenden Quartalszahlen am 23. April positionieren sich die Analysten bei Lockheed Martin neu. Während Großbanken ihre Kursziele nur leicht anpassen, deuten Insider-Verkäufe und mögliche Kürzungen beim F-35-Programm auf ein vorsichtiges Marktumfeld hin. Der Rüstungskonzern muss nun beweisen, dass neue Pentagon-Aufträge die bestehenden fundamentalen Risiken ausgleichen können.

Neue Bewertungen der Großbanken

Die jüngsten Einschätzungen der Wall Street spiegeln eine abwartende Haltung wider. Wells Fargo nahm die Bewertung des Unternehmens mit "Equal Weight" und einem Kursziel von 650 US-Dollar auf. Als Begründung nannten die Experten ein langsameres Wachstum und eine schwächere Generierung von freiem Cashflow im Branchenvergleich. Zeitgleich hob die Citigroup ihr Ziel minimal von 673 auf 675 US-Dollar an, behielt die Einstufung aber auf "Neutral".

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Lockheed?

Der breite Analystenkonsens liegt aktuell bei "Halten" mit einem durchschnittlichen Ziel von rund 635 US-Dollar. Diese Zurückhaltung lässt sich teilweise mit den durchwachsenen Ergebnissen des vergangenen Quartals erklären: Zwar stieg der Umsatz um gut neun Prozent, der Gewinn pro Aktie verfehlte jedoch die Erwartungen. An der Börse notierte das Papier gestern bei 533,40 Euro und blickt damit auf ein solides Plus von knapp 26 Prozent seit Jahresbeginn zurück. Für zusätzliche Vorsicht sorgte zuletzt die Führungsebene, die im vergangenen Monat eigene Aktien im Wert von über 1,6 Millionen US-Dollar veräußerte.

Aufträge gegen Stornierungsrisiken

Fundamental steht der Konzern vor einem strategischen Spagat. Auf der positiven Seite verbucht Lockheed Martin die Eröffnung neuer Zentren für die schnelle Prototypenfertigung sowie einen siebenjährigen Rahmenvertrag mit dem Pentagon zur Ausweitung der Raketenproduktion. Demgegenüber stehen handfeste Belastungsfaktoren: Berichte über reduzierte Bestellungen für das F-35-Kampfjetprogramm und eine mögliche Neuausrichtung des Artemis-Mondprogramms drücken auf die Stimmung der Investoren.

Die anstehende Präsentation der Ergebnisse für das erste Quartal am 23. April wird konkrete Daten zu diesen Entwicklungen liefern. Investoren erhalten dann Klarheit darüber, wie stark sich die neuen Rahmenverträge bereits auf die Bilanzen auswirken und ob die operative Schwäche beim Gewinn aus dem Vorquartal überwunden ist.

Lockheed-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lockheed-Analyse vom 02. April liefert die Antwort:

Die neusten Lockheed-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lockheed-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 02. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Lockheed: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...