Nvidia wächst so schnell wie kaum ein anderes Unternehmen im S&P 500 — und wird dennoch günstiger bewertet als der Durchschnitt des Index. Diese Diskrepanz ist historisch einmalig und wirft die Frage auf, was Anleger gerade wirklich beunruhigt.

Wenn Rekordwachstum nicht genug ist

Zum ersten Mal seit 2013 notiert Nvidia auf Basis der erwarteten Gewinne günstiger als der S&P 500. Das Forward-KGV liegt aktuell bei rund 19, während der breite Markt mit etwa 20 bewertet wird. Dabei wuchs der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 um 65 Prozent auf 215,9 Milliarden Dollar — das Rechenzentrumsgeschäft allein legte 75 Prozent zu. Analysten erwarten für das laufende Quartal ein weiteres Umsatzplus von 77 Prozent.

Die Bewertungskompression erklärt sich nicht durch schwache Zahlen, sondern durch Zweifel an der Nachhaltigkeit. Investoren fragen sich, ob die Tech-Konzerne ihre KI-Infrastrukturausgaben — allein in diesem Jahr knapp 700 Milliarden Dollar — dauerhaft auf diesem Niveau halten können oder ob die Ausgaben den tatsächlichen Ertrag übersteigen. Hinzu kommen geopolitische Belastungen: Spannungen im Nahen Osten, Ölpreisschocks und Unsicherheiten rund um den Marktzugang in China belasten die Stimmung.

April als Stimmungstest

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Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Skepsis berechtigt ist. Microsoft, Alphabet, Amazon und Meta — zusammen verantwortlich für fast die Hälfte von Nvidias Umsatz — veröffentlichen in diesem Monat ihre Quartalsergebnisse. Ihre Aussagen zu den Investitionsplänen für KI-Infrastruktur dürften den Kurs stärker bewegen als jede Nvidia-eigene Meldung.

Am 16. April folgt zudem TSMC mit seinen Zahlen. Als wichtigster Fertigungspartner Nvidias gilt der taiwanische Chipriese als Frühindikator für die Auftragslage — und damit für die Glaubwürdigkeit der Nvidia-Prognose von 78 Milliarden Dollar Umsatz im laufenden Quartal.

Historisches Muster spricht für Erholung

38 Analysten stufen die Aktie im Schnitt mit „Strong Buy" ein und sehen ein Kursziel von 265,97 Dollar — ein Aufwärtspotenzial von rund 52 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau. Historisch folgte auf jeden starken Rückgang des Nvidia-KGVs eine deutliche Kurserholung. Ob sich dieses Muster wiederholt, hängt im April vor allem davon ab, ob die großen Hyperscaler ihre KI-Budgets bestätigen oder zurückfahren.

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