Die Euphorie der CES in Las Vegas ist verflogen, der Aktienkurs pendelt am Montag lustlos um die Marke von 185 Dollar. Doch hinter der ruhigen Fassade formiert sich breite Unterstützung an der Wall Street: Gleich drei große Analysehäuser bekräftigten heute ihre Kaufempfehlungen und verweisen auf den bestätigten Produktionsstart der neuen "Vera Rubin"-Plattform. Steht die Aktie nach der Konsolidierung vor dem nächsten Schub?

Rückendeckung der Profis

Trotz der jüngsten Seitwärtsbewegung zeigen sich die Experten überzeugt von der Roadmap des Chipherstellers für 2026. Piper Sandler ernannte Nvidia zum "Top Pick" im Bereich Data Center für das laufende Jahr. Die Analysten begründen dies mit der technologischen Führungsrolle und dem schnellen Übergang zur Rubin-Architektur, der die Dominanz im Rechenzentrum sichern soll.

Noch optimistischer zeigt sich Stifel. Die Bank bestätigte ihr "Buy"-Rating mit einem ambitionierten Kursziel von 250 Dollar, was einem Kurspotenzial von rund 35 Prozent entspricht. Hervorgehoben wurden der starke Auftragsbestand und verbesserte Aussichten für den chinesischen Markt, der zuletzt als Unsicherheitsfaktor galt. Auch Baird bekräftigte die Einschätzung "Outperform" und lobte das wachsende Ökosystem aus Software und Plattformen, das Konkurrenten effektiv auf Abstand hält.

Vera Rubin und Auto-KI als Treiber

Fundament für diesen Optimismus sind die operativen Fortschritte, die CEO Jensen Huang auf der CES bestätigte. Die "Vera Rubin"-Plattform, ein Sechs-Chip-System für die nächste Ära des KI-Supercomputings, befindet sich bereits in voller Produktion. Damit sind Befürchtungen über mögliche Verzögerungen bei der komplexen Hardware vom Tisch. Großkunden wie Microsoft und CoreWeave haben die Integration für die zweite Jahreshälfte 2026 fest zugesagt.

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Parallel dazu expandiert der Konzern im Automobilsektor. Mit "Alpamayo" führte Nvidia eine Familie offener KI-Modelle ein, die Fahrzeugen das "logische Denken" in komplexen Verkehrssituationen ermöglichen sollen – ein Schritt weg von der reinen Wahrnehmung. Der kommende Mercedes-Benz CLA wird als erstes Serienfahrzeug diese Technologie nutzen, was auf wachsende Umsätze in diesem Segment hindeutet.

Bewertung und Marktlage

Trotz der positiven Nachrichtenlage verharrt das Papier in einer Konsolidierungsphase. Investoren scheinen vor den Quartalszahlen im Februar abzuwarten, um die finanziellen Auswirkungen des Produktionshochlaufs schwarz auf weiß zu sehen.

Dabei erscheint die Bewertung im Branchenvergleich moderat: Nvidia handelt aktuell zum 24-Fachen der für das Geschäftsjahr 2027 geschätzten Gewinne. Im Vergleich zu hoch bewerteten Software-Titeln wie Palantir werten Marktbeobachter dies als attraktives Einstiegsniveau für den Ausbau der KI-Infrastruktur. Strategisch flankiert wird dies durch die Ende 2025 erfolgte Übernahme der Inferenz-Technologie von Groq, die Nvidias Position bei der Anwendung von KI-Modellen stärken soll.

Der Fokus verschiebt sich nun auf den Quartalsbericht im Februar. Dann müssen den Produktankündigungen konkrete Umsatzausblicke folgen. Gelingt es der Lieferkette, die vom Management betonte hohe Nachfrage zu bedienen, könnte die aktuelle Bodenbildung die Basis für den nächsten Aufwärtstrend bilden.

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