Nordex Aktie: Rekordjagd fordert Tribut
Der Windkraftanlagenbauer liefert operative Bestwerte und sichert sich die Marktführerschaft in Deutschland. Dennoch tritt der Aktienkurs nach einer beeindruckenden Rally auf die Bremse. Während die Auftragsbücher platzen, nutzen Anleger die jüngsten Erfolgsmeldungen für Gewinnmitnahmen. Ist dies lediglich eine gesunde Atempause im Aufwärtstrend oder droht eine tiefere Korrektur?
Die wichtigsten Fakten:
* Historischer Rekord: Auftragseingang 2025 steigt um 22,5 % auf 10,2 GW.
* Marktführerschaft: 32 % aller Neuinstallationen in Deutschland stammen von Nordex.
* Aktueller Kurs: 32,14 € (Schlusskurs Freitag).
* Performance: +160,03 % auf Sicht von 12 Monaten.
Operative Exzellenz trifft auf Gewinnmitnahmen
Die Diskrepanz zwischen operativer Entwicklung und kurzfristiger Kursreaktion ist offensichtlich. Nordex knackte im Geschäftsjahr 2025 mit einem Auftragseingang von 10.214 MW eine historische Marke. Allein im vierten Quartal summierte sich der Auftragswert auf 3,175 Milliarden Euro bei stabilen Verkaufspreisen von 0,91 Millionen Euro pro Megawatt.
Trotz dieser fundamentalen Stärke notiert die Aktie aktuell bei 32,14 Euro, was einem leichten Wochenverlust entspricht. Nach dem starken Lauf seit Jahresanfang (+6,21 %) und der Verdopplung des Kurses binnen zwölf Monaten, nutzten Marktteilnehmer die Veröffentlichung der Auftragszahlen am 13. Januar als klassischen "Sell-the-News"-Moment. Der RSI (Relative Strength Index) von 32,0 signalisiert mittlerweile jedoch, dass der Verkaufsdruck nachlassen könnte und sich der Titel einem überverkauften Bereich annähert.
Dominanz im Heimatmarkt und globale Expansion
Besonders im deutschen Heimatmarkt konnte Nordex seine Position festigen. Mit 1.647 installierten Megawatt entfiel fast ein Drittel des gesamten deutschen Onshore-Zubaus auf das Hamburger Unternehmen. Diese Verteidigung der Spitzenposition im Marktstammdatenregister unterstreicht die Wettbewerbsfähigkeit der Technologie.
Gleichzeitig treibt der Konzern die Internationalisierung voran. Große Bestellungen aus Kanada – inklusive der Premiere für die neue N175-Turbine – und Spanien zeigen, dass die Abhängigkeit vom deutschen Markt sinkt. Mit dem unabhängigen Stromerzeuger Nadara konnte zudem ein neuer strategisch wichtiger Großkunde in Europa gewonnen werden.
Analysten uneins über weiteres Potenzial
Die Bewertung der aktuellen Lage spaltet die Expertenlager. Während Jefferies das Kursziel signifikant auf 38 Euro anhob und weiteres Aufwärtspotenzial sieht, bleibt RBC skeptisch. Die Bank erhöhte zwar ihr Ziel auf 26 Euro, stuft den Titel aber weiterhin mit "Underperform" ein und sieht damit Rückschlagrisiken vom aktuellen Niveau aus.
Für den weiteren Kursverlauf ist nun entscheidend, ob die Unterstützungszone zwischen 28,30 und 30 Euro hält. Sollte der Kurs unter diese Marke rutschen, käme der 50-Tage-Durchschnitt bei 28,95 Euro als nächste Auffanglinie ins Spiel. Gelingt jedoch die Stabilisierung auf dem aktuellen Niveau, bleibt das nur rund 3,5 % entfernte 52-Wochen-Hoch von 33,32 Euro das logische nächste Ziel der Bullen.
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