Ein Großaktionär geht – und trotzdem bleibt der Kurs erstaunlich stabil. Genau das ist heute bei Nordex passiert: Susanne Klatten hat sich über ihre Beteiligungsgesellschaft SKion vollständig von ihren Anteilen getrennt. Für Anleger zählt jetzt vor allem, ob der Wegfall dieses „Überhangs“ die Aktie mittelfristig entlastet.

Großpaket platziert – Markt verdaut den Verkauf

SKion hat rund 7 Millionen Aktien bei institutionellen Investoren platziert und damit das langjährige Engagement beendet. Solche Blöcke können einen Kurs schnell aus dem Tritt bringen, weil plötzlich viel Angebot in den Markt kommt. Diesmal kippte die Stimmung aber nicht nachhaltig.

Im Gegenteil: Die Aktie fing sich im Tagesverlauf und notiert heute bei 34,34 Euro. Damit liegt sie nur einen Hauch unter ihrem 52‑Wochen‑Hoch von 34,38 Euro, das erst vor zwei Tagen markiert wurde. Auffällig ist auch der Blick auf die letzten Monate: Auf 30-Tage-Sicht steht ein Plus von 17,93%, über zwölf Monate sogar 202,82%.

Die wichtigsten Fakten zum Verkauf:
- Verkäufer: SKion GmbH (Susanne Klatten)
- Umfang: ca. 7 Mio. Aktien
- Platzierung: an institutionelle Investoren
- Ergebnis: vollständiger Ausstieg der Großaktionärin

Warum der Ausstieg auch als Entlastung gesehen wird

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Am Markt wurde der Schritt vielfach als Beseitigung eines klassischen „Overhangs“ eingeordnet: Solange ein Ankeraktionär jederzeit weitere große Pakete verkaufen könnte, schwebt diese Möglichkeit wie ein Schatten über der Aktie. Mit dem vollständigen Ausstieg ist dieses Thema zumindest vom Tisch.

Jefferies-Analyst Constantin Hesse sprach im Zusammenhang mit der Platzierung von einer Kaufgelegenheit und verwies darauf, dass die operative Entwicklung aus seiner Sicht intakt sei – inklusive voller Auftragsbücher und der Erwartung eines soliden Cashflows für 2026.

Operative Nachricht als Rückenwind

Parallel zum Aktionärswechsel lieferte Nordex heute auch Stoff fürs Kerngeschäft: Das Unternehmen hat einen Rahmenvertrag mit dem österreichischen Energieversorger VERBUND geschlossen. Vereinbart sind Lieferung und Errichtung von Windenergieanlagen mit einer Gesamtkapazität von bis zu 700 MW – Laufzeit bis 2030. Das stützt die Story, dass Nordex in Zentraleuropa weiter Aufträge an Land zieht und mittelfristig Umsätze absichert.

Unterm Strich bleibt damit ein Bild, das Anleger mögen: Ein großer Verkäufer ist raus, der Kurs hält sich nahe am Jahreshoch – und gleichzeitig kommt operative Substanz nach. Konkret dürfte der Fokus als Nächstes auf den kommenden Quartalszahlen und darauf liegen, wie schnell Nordex die neuen Großaufträge in Umsatz und Cashflow übersetzt.

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