Nordex Aktie: Rekordjahr
Ein Rekord-Auftragseingang, ein frischer Großvertrag und ein neues 10-Jahres-Hoch an der Börse: Nordex startet mit deutlichem Rückenwind ins Jahr 2026. Der Windturbinenhersteller profitiert von der starken Nachfrage nach Onshore-Anlagen – vor allem in Europa. Entscheidend ist nun, ob das hohe Tempo beim Auftragseingang in den kommenden Quartalen in stabile Umsätze und Erträge übersetzt werden kann.
Rekord-Aufträge treiben Wachstumsstory
Nordex hat 2025 beim Auftragseingang eine neue Bestmarke erreicht. Laut Mitteilung vom 13. Januar summierte sich der Auftragseingang auf 10.214 Megawatt – ein Plus von 22,5 % gegenüber 2024 (8.336 MW). Das zeigt: Trotz herausforderndem Umfeld bleibt die Nachfrage nach Onshore-Wind klar intakt.
Besonders stark fiel das vierte Quartal aus. Die Gruppe sicherte sich neue Bestellungen über 3.552 MW. In Euro gerechnet stieg der Auftragseingang auf 3.175 Millionen Euro nach 2.889 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Kunden orderten 577 Anlagen für Projekte in zwölf Ländern, mit Schwerpunkten in Deutschland, Kanada und Frankreich.
Positiv: Das Preisniveau blieb stabil. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag im vierten Quartal bei 0,89 Millionen Euro je Megawatt. Im Gesamtjahr 2025 erreichte der ASP 0,91 Millionen Euro pro MW (2024: 0,90 Millionen Euro/MW). Höhere Volumina bei weitgehend stabilen Preisen untermauern die operative Dynamik.
Wichtige Kennzahlen im Überblick:
- Auftragseingang 2025: 10.214 MW (+22,5 % gegenüber 2024)
- Auftragseingang Q4/2025: 3.552 MW
- Bestellte Turbinen Q4/2025: 577 Anlagen in 12 Ländern
- ASP Q4/2025: 0,89 Mio. Euro/MW
- ASP Gesamtjahr 2025: 0,91 Mio. Euro/MW (2024: 0,90 Mio. Euro/MW)
An der Börse spiegelt sich dieser Rückenwind klar wider: Die Aktie schloss gestern bei 33,74 Euro auf einem neuen 52‑Wochen- und 10‑Jahres-Hoch. Auf Sicht von zwölf Monaten entspricht das einem Kursplus von rund 193 %. Der Titel notiert damit deutlich über dem 200‑Tage-Durchschnitt von 23,41 Euro.
Rahmenvertrag mit VERBUND und starke Marktstellung
Ein weiterer Baustein für die Projektpipeline ist der neue Rahmenvertrag mit VERBUND Green Power. Am 19. Januar unterzeichneten beide Seiten eine mehrjährige Vereinbarung über die mögliche Lieferung von Onshore-Turbinen mit einer Gesamtleistung von bis zu 700 MW. Der Vertrag läuft bis 2030 und adressiert Windparkprojekte in mehreren europäischen Ländern.
Solche Vereinbarungen schaffen Planungssicherheit und können in den kommenden Jahren wiederkehrende Aufträge bringen. Konkrete Projektabrufe und Zeitpläne müssen zwar noch folgen, die grundsätzliche Partnerschaft mit einem großen europäischen Energieerzeuger ist aber ein klarer Vertrauensbeweis.
Im Heimatmarkt Deutschland hat Nordex seine Position 2025 weiter gefestigt. Laut Unternehmensangaben vom 15. Januar entfielen rund 32 % der neu installierten Onshore-Leistung in Deutschland auf Anlagen des Konzerns. Dieser Marktanteil unterstreicht die starke Rolle des Herstellers im deutschen Ausbau der Windenergie.
Politischer Rückenwind und Blick auf die Aktie
Mit dem Nordsee-Gipfel am 26. Januar in Hamburg erhält die Branche zusätzlich politischen Rückenwind. Deutschland und neun weitere europäische Staaten beraten dort über einen koordinierten Ausbau der Offshore-Windenergie. Zwar ist Nordex primär im Onshore-Segment aktiv, doch die Initiative signalisiert generell eine hohe Priorität der Windenergie in der europäischen Energiepolitik. Das begünstigt mittel- bis langfristig auch den Onshore-Bereich – etwa durch Netzausbau, Genehmigungsbeschleunigung und regulatorische Unterstützung.
Die Aktie hat diesen Mix aus operativer Stärke und politischem Umfeld bereits vorweggenommen. Auf Wochensicht legte der Kurs um 6,6 % zu, in den vergangenen 30 Tagen um rund 16 %. Seit Jahresanfang ergibt sich ein Plus von 11,5 %. Gleichzeitig liegt der Kurs rund 44 % über dem 200‑Tage-Durchschnitt, was die starke Rally der vergangenen Monate verdeutlicht. Der RSI von 32 signalisiert dabei keine akute Überhitzung.
Termine setzen die nächsten Akzente
Die nächsten Wochen liefern entscheidende Einblicke, ob Nordex das hohe Auftragsniveau in Ergebnisse ummünzt:
- 25./26. Februar 2026: Jahresfinanzbericht 2025 und Analystenrunde
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- April 2026: Quartalsmitteilung Q1/2026
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- Mai 2026: Hauptversammlung
Der Rekord-Auftragseingang, der Rahmenvertrag mit VERBUND und die starke Marktposition in Deutschland bilden eine robuste Basis. Mit den anstehenden Zahlen zum Geschäftsjahr 2025 wird sich zeigen, in welchem Umfang sich diese starke Pipeline bereits in Margen und Cashflows niederschlägt – damit entscheidet sich, ob die Nordex Aktie das frisch erreichte 10‑Jahres-Hoch nachhaltig untermauern kann.
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