Nordex Aktie: Erfolgreicher Wandel!
Ein Anteilsverkauf durch eine Ankeraktionärin ist oft Gift für den Kurs – zumindest kurzfristig. Bei Nordex lief es am Freitag anders: Der Markt nahm das zusätzliche Angebot erstaunlich schnell auf. Entscheidend ist jetzt, ob die starken Auftragszahlen am 26. Februar auch von soliden Margen begleitet werden.
Der Windturbinenbauer scheint derzeit von seinem operativen Momentum zu profitieren. Das zeigt nicht nur die schnelle Beruhigung nach der Platzierung, sondern auch der Blick auf die Pipeline.
- Schlusskurs Freitag: 33,80 € (nur -1,69% unter dem 52‑Wochen-Hoch von 34,38 €)
- Auftragseingang 2025: 10,2 GW (Rekord), davon 3,6 GW im Q4 2025
- Rahmenvertrag: 700 MW mit VERBUND Green Power, Laufzeit bis 2030
- Nächster Termin: 26. Februar 2026 (vorläufige Zahlen Q4/FY 2025)
Platzierung: kurzer Schreck, schnelle Aufnahme
Am Freitag reduzierte Susanne Klatten ihre Beteiligung über eine Platzierung. Solche Transaktionen erhöhen schlagartig den Free Float – und drücken häufig erst einmal auf den Kurs, weil kurzfristig mehr Stücke „in den Markt“ kommen.
Bemerkenswert: Nordex konnte den anfänglichen Rücksetzer bis Handelsschluss weitgehend ausgleichen. Der Titel schloss bei 33,80 € und bleibt damit nahe am jüngsten 52‑Wochen-Hoch. Der Markt scheint die operative Entwicklung aktuell höher zu gewichten als die temporäre Angebotsausweitung.
Rekord-Aufträge und ein Vertrag bis 2030
Das Fundament für diese Robustheit liefert vor allem der Rekord beim Auftragseingang 2025: 10,2 GW im Gesamtjahr, davon 3,6 GW im Schlussquartal. Das ist ein klares Signal, dass die Nachfrage vorhanden ist.
Zusätzliche Planbarkeit bringt der Rahmenvertrag mit VERBUND Green Power: Bis 2030 sollen Windenergieanlagen mit insgesamt 700 MW geliefert werden. Für Anleger ist das vor allem deshalb relevant, weil es die Visibilität für künftige Umsätze erhöht.
ESG-Rückenwind – und politisches Rauschen
Ende Januar sorgten kritische Aussagen von US-Präsident Donald Trump zur Windkraft rund um das Weltwirtschaftsforum in Davos kurzzeitig für Unruhe im Sektor, auch bei Wettbewerbern wie Vestas. Solche Schlagzeilen können die Stimmung drehen, ohne dass sich am Auftragsbuch sofort etwas ändert.
Gleichzeitig wurde Nordex (gemeinsam mit Großaktionär Acciona) erneut in die Liste der „Global 100 Most Sustainable Corporations 2026“ von Corporate Knights aufgenommen. Das stützt die Wahrnehmung bei ESG-orientierten Investoren, die bei Titeln aus dem Erneuerbaren-Sektor oft besonders preissensibel auf Vertrauen und Reputationssignale reagieren.
Am 26. Februar wird es dann konkret: Mit den vorläufigen Zahlen für Q4/FY 2025 rückt weniger der bereits bekannte Auftragseingang in den Fokus, sondern die Profitabilität – insbesondere, ob Nordex die hohen Volumina mit einer überzeugenden EBITDA-Marge abarbeiten kann und wie sich stabilisierte Rohstoffpreise in den Margen widerspiegeln.
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