Nokia Aktie: Lage unklar!
Der finnische Telekommunikationsriese Nokia steht vor der wohl größten Transformation der letzten Jahre. Mit einer radikalen Aufspaltung der Geschäftsfelder und einem massiven Milliarden-Investment in den USA setzt das Management alles auf die Karte "KI-Superzyklus". Doch Anleger reagieren nervös auf den Strategiewechsel und fragen sich: Ist das der lang ersehnte Befreiungsschlag oder ein riskantes Manöver mit ungewissem Ausgang?
Strategie-Hammer schockt Anleger
Nokia hat sich entschieden, die Flucht nach vorn anzutreten. Um von der rasanten Entwicklung im Bereich Künstliche Intelligenz zu profitieren, wird der Konzern ab dem 1. Januar 2026 seine bisher komplexe Struktur zerschlagen. Statt vier Sparten wird es künftig nur noch zwei geben: Netzwerkinfrastruktur und Mobilfunkinfrastruktur.
Das Ziel ist klar definiert: Die Trennung des wachstumsstarken Netzgeschäfts, das von der Expansion der Rechenzentren profitiert, vom eher trägen Mobilfunkbereich soll die Effizienz steigern. Das Management peilt für 2028 ein operatives Ergebnis von 2,7 bis 3,2 Milliarden Euro an – eine ambitionierte Marke, die nach der Prognosesenkung im Juli 2025 das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen soll.
Milliardenwette in den USA
Ein zentraler Pfeiler der neuen Strategie ist eine massive Offensive auf dem US-Markt. Nokia kündigte am 21. November an, satte 4 Milliarden Dollar in den USA zu investieren. Der Großteil davon – rund 3,5 Milliarden Dollar – fließt in die Forschung und Entwicklung von KI-fähigen Netzwerktechnologien.
Dieser Schritt ist nicht nur technologisch, sondern auch geopolitisch motiviert. Nokia will seine Position als vertrauenswürdiger Partner im Westen festigen und plant zudem den Aufbau einer neuen Einheit für verteidigungsorientierte Konnektivitätslösungen.
Rückzug aus Paris und Analysten-Skepsis
Während in den USA investiert wird, spart Nokia in Europa Kosten ein. Der Konzern bestätigte den Rückzug von der Pariser Börse Euronext zum 31. Dezember 2025. Als Grund wurden das geringe Handelsvolumen und der hohe Verwaltungsaufwand genannt; der Fokus liegt künftig auf Helsinki und New York.
Die Märkte zeigten sich von dem Gesamtpaket jedoch wenig begeistert. Die Aktie geriet nach dem Kapitalmarkttag deutlich unter Druck und verlor in den letzten 30 Tagen rund 15 % an Wert. Analysten von Häusern wie der Danske Bank und SEB Equities stuften ihre Bewertungen prompt von "Kaufen" auf "Halten" herab. Ihre Sorge: Die "KI-native" Strategie birgt hohe Umsetzungsrisiken, und bis die Gewinne 2028 sprudeln, ist es noch ein langer Weg.
Investoren müssen nun abwägen, ob das langfristige Potenzial der KI-Infrastruktur die kurzfristigen Belastungen und die Unsicherheit der Umstrukturierung rechtfertigt. Das Jahr 2026 wird zur Bewährungsprobe für die neu formierte Nokia.
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