Nike Aktie: Visionäre Erfolge
Barclays hat Nike diese Woche hochgestuft – und das trotz anhaltender Schwäche in China, laufender Restrukturierung und einem Aktienkurs nahe Mehrjahrestiefs. Analyst Adrienne Yih spricht von einem möglichen „fundamentalen Tiefpunkt". Ob das Timing stimmt, zeigt sich am 31. März.
Barclays setzt auf Trendwende
Am 11. März hob Barclays-Analystin Adrienne Yih die Einstufung von „Equal-Weight" auf „Overweight" an und erhöhte das Kursziel von 64 auf 73 US-Dollar. Sie begründet den Schritt mit Fortschritten beim Lagerbestandsabbau, operativen Neuausrichtungen und einer stabilisierten Markenstrategie unter CEO Elliott Hill. Die Maßnahmen deuteten darauf hin, dass das Schlimmste möglicherweise überstanden sei.
Yih räumt dabei selbst ein, dass es sich um ein „unkonventionelles Upgrade in eine Phase maximaler Skepsis" handelt – denn die Konsenserwartungen für die kommenden Jahre könnten noch zu optimistisch sein. Dennoch sieht Barclays die Erholung in Nordamerika als wachsenden Gegengewicht zu den anhaltenden Problemen in China und den Risiken durch höhere Importzölle.
Restrukturierung auf vollen Touren
CEO Elliott Hill treibt den Umbau des Konzerns konsequent voran. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 wird Nike rund 300 Millionen US-Dollar an Vorsteuerbelastungen aus Abfindungskosten verbuchen – weitere Maßnahmen sind nicht ausgeschlossen. Bereits Anfang des Jahres bestätigte das Unternehmen den Abbau von 775 Stellen in US-Logistikzentren in Tennessee und Mississippi, wo Nike seine Lieferkette konsolidiert und stärker automatisiert.
Auch die Tochtermarke Converse ist betroffen: Dort werden Unternehmensstellen abgebaut, um das Betriebsmodell enger an die Konzernstrategie anzupassen. BNP-Paribas-Analyst Laurent Vasilescu spekuliert in einer aktuellen Einschätzung sogar über einen möglichen Verkauf von Converse – gestützt auf eine SEC-Einreichung, die Kosten im Zusammenhang mit „Exit- oder Veräußerungsaktivitäten" erwähnt.
Nordamerika erholt sich, China bleibt schwierig
Das geografische Bild ist gespalten. In Nordamerika zeigt Nikes Neuausrichtung erste Wirkung: Das Großhandelsgeschäft wuchs um 8 %, das Laufsegment legte im zweiten Quartal in Folge um mehr als 20 % zu. Barclays wertet die Bereinigung des Nordamerika-Geschäfts als notwendige Grundlage für eine Markenerholung.
China bleibt das zentrale Problem. Der Umsatz in Greater China fiel im jüngsten Quartal um 17 % gegenüber dem Vorjahr. Wells Fargo strich Nike daraufhin von seiner Liste der „Top Picks" und senkte die Gewinnschätzungen für das Geschäftsjahr 2027 – hielt aber an seiner Kaufempfehlung fest.
Blick auf den 31. März
Für das dritte Quartal erwartet Nike einen Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich sowie einen Rückgang der Bruttomarge um 175 bis 225 Basispunkte. Mittelfristig peilt das Management eine Rückkehr zu zweistelligen EBIT-Margen an. Hill selbst beschreibt den Konzern als in den „mittleren Innings seines Comebacks" – was darauf hindeutet, dass eine spürbare Umsatzerholung noch mindestens ein Jahr entfernt sein dürfte.
Die Quartalszahlen am 31. März werden zeigen, ob die Restrukturierung unter Hill tatsächlich Fahrt aufnimmt – oder ob China und der Margendruck weiterhin dominieren.
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