NEXANS Aktie: Unzufriedenheit wächst!
Der französische Kabelspezialist Nexans lieferte für das vergangene Geschäftsjahr Zahlen der Superlative ab, doch die Anleger schickten die Aktie gestern auf Talfahrt. Während die operative Marge neue Höchststände erreichte, sorgt die Prognose für das laufende Jahr für Ernüchterung. Warum straft der Markt ein Unternehmen ab, das seine Gewinne um über 26 Prozent steigern konnte?
Schwacher Cashflow trübt Ausblick
Nexans blickt auf ein operativ starkes Jahr 2025 zurück. Der Standardumsatz stieg organisch um 8,3 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro, wobei das vierte Quartal mit einem Plus von 11,8 Prozent eine besonders hohe Dynamik zeigte. Die Profitabilität verbesserte sich deutlich: Das bereinigte EBITDA kletterte um 27,3 Prozent auf 728 Millionen Euro, was einer Marge von 11,9 Prozent entspricht. Trotz dieser Rekordwerte und einer geplanten Dividendenerhöhung auf 2,90 Euro verlor das Papier im gestrigen Handel zeitweise über 8 Prozent an Wert.
Der Hauptgrund für den Kursdruck liegt im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026. Nexans prognostiziert einen Free Cash Flow zwischen 210 und 310 Millionen Euro. Damit würde das Unternehmen im besten Fall das Vorjahresniveau von 344 Millionen Euro knapp verfehlen. Zudem wies das Management auf einen voraussichtlich volatilen Jahresstart hin. Das erste Halbjahr 2026 soll demnach schwächer ausfallen als die zweite Jahreshälfte, was am Markt angesichts der makroökonomischen Unsicherheiten für Skepsis sorgt.
Fokus auf das Kerngeschäft
Strategisch treibt der Konzern seine Neuausrichtung auf den Bereich Elektrifizierung weiter voran. Nexans bestätigte exklusive Verhandlungen über den Verkauf der Tochtergesellschaft Autoelectric an die Motherson Gruppe, der bis Mitte 2026 abgeschlossen sein soll. Dieser Schritt unterstreicht die Konzentration auf das margenstärkere Geschäft mit Hochspannungskabeln.
Gleichzeitig stärkt das Unternehmen seine Position im Bereich der Netzinfrastruktur. Anfang des Monats sicherte sich Nexans einen Großauftrag des Netzbetreibers Enedis im Wert von rund 600 Millionen Euro. Der Auftrag umfasst die Modernisierung des französischen Mittelspannungsnetzes und sichert die Auslastung in diesem Segment langfristig ab.
Anleger gewichten derzeit die prognostizierte Cashflow-Delle schwerer als die operative Stärke des Rekordjahres. Die kommenden Quartalsberichte müssen nun belegen, ob die angekündigte Belebung im zweiten Halbjahr 2026 realistisch bleibt oder ob die aktuelle Wachstumsdynamik nachhaltig nachlässt. Der Abschluss des Autoelectric-Verkaufs bis Mitte des Jahres bleibt dabei ein wichtiger Meilenstein für die Portfolio-Bereinigung.
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