Newmont Mining Aktie: Goldpreisantrieb
Ein operativer Rückschlag in Australien trifft Newmont – doch gleichzeitig spielt der Goldpreis dem Konzern in die Karten. Während der Markt die Folgen der Buschfeuer am wichtigen Boddington-Standort abwägt, sorgt ein neuer Schub bei den Goldnotierungen für Rückenwind. Entscheidend ist nun, welcher Faktor in den kommenden Wochen das Bild dominiert.
Buschfeuer belasten Boddington
Zu Wochenbeginn hat Newmont bestätigt, dass die jüngsten Buschfeuer nahe der Boddington-Mine in Westaustralien zwar eingedämmt wurden und weder Verletzte noch Schäden an der zentralen Aufbereitungsanlage entstanden sind. Allerdings wurde die Wasserinfrastruktur des Standorts in Mitleidenschaft gezogen.
Die Folgen im Überblick:
- Produktionsausfall von rund 60.000 Unzen Gold im ersten Quartal 2026
- Betrieb wieder aufgenommen, aber derzeit nur bei etwa 50–60 % Kapazität
- Vollständige Wiederherstellung der Wasserinfrastruktur bis Februar 2026 angestrebt
Boddington gilt als Tier‑1‑Asset im Konzernverbund. Ein Ausfall in dieser Größenordnung ist spürbar und entspricht etwa 1 % der üblichen Jahresprognose von Newmont. Positiv ist allerdings, dass ein längerfristiger Stillstand der Mine durch das schnelle Eindämmen der Feuer offenbar verhindert wurde.
Goldrally kontert operative Sorgen
Parallel zu den Meldungen aus Australien hat sich der Goldmarkt deutlich belebt. Am Freitag setzte der Goldpreis nach einer kurzen zweitägigen Korrektur seine Aufwärtsbewegung fort. Auslöser sind Berichte über wachsende geopolitische Spannungen zwischen den USA und Venezuela, die klassisch für zusätzliche Nachfrage nach als „sicher“ wahrgenommenen Anlagen sorgen.
Für Newmont bedeutet das: Die Aktie kann sich ein Stück weit von den negativen Nachrichten aus Boddington abkoppeln. Der Markt honoriert offenbar, dass höhere realisierte Goldpreise einen Teil der temporären Produktionslücke finanziell abfedern könnten.
Auch von der Investorenseite kommen stützende Signale. Am 9. Januar wurden Daten zu weiterer institutioneller Nachfrage bekannt: Die Abbington Investment Group hat demnach einen neuen Bestand von über 15.000 Newmont‑Aktien aufgebaut. Zudem haben Analysten bei Plattformen wie Seeking Alpha und anderen Finanzmedien ihre Einstufung als „Top Pick für 2026“ bekräftigt. Begründet wird dies mit einem Bewertungsabschlag im Vergleich zu Wettbewerbern und der hohen Hebelwirkung auf steigende Metallpreise.
Einordnung und Marktperspektive
Die aktuelle Entwicklung zeigt exemplarisch, wie stark Minenwerte sowohl von unternehmensspezifischen Störungen als auch von übergeordneten Rohstofftrends abhängen. Operativ belasten die Reparaturarbeiten in Boddington zwar das erste Quartal, strategisch bleibt der Standort aber intakt.
Marktbeobachter verweisen darauf, dass Newmont in der Vergangenheit wiederholt mit Unterbrechungen durch Wetterereignisse und ähnliche Vorfälle umgehen musste und sich dabei als robust erwiesen hat. Die rasche Sicherung der Anlage und das Ausbleiben von Schäden an der Hauptverarbeitung gelten in diesem Kontext als wichtiges positives Detail.
Charttechnisch spiegelt sich die neu gewonnene Zuversicht bereits wider: Die Aktie liegt mit rund 23 % deutlich über ihrem 50‑Tage-Durchschnitt und notiert nur gut 2 % unter dem jüngsten 52‑Wochen-Hoch. Gleichzeitig deutet ein RSI von 35,6 darauf hin, dass der Titel trotz des starken Zwölfmonatstrends von knapp 180 % kurzfristig nicht überhitzt ist.
Ausblick: Zwei zentrale Stellschrauben
In den kommenden Wochen rücken zwei Termine und Entwicklungen in den Fokus. Zum einen ist der Fortschritt bei der Wiederherstellung der Wasserinfrastruktur in Boddington entscheidend, damit der Produktionsausfall tatsächlich auf das erste Quartal 2026 begrenzt bleibt. Zum anderen wird die anstehende Telefonkonferenz zu den Zahlen für das vierte Quartal 2025 und das Gesamtjahr – üblicherweise Ende Februar – eine konkrete finanzielle Quantifizierung der Feuerfolgen sowie eine aktualisierte Prognose für 2026 liefern.
Aus heutiger Sicht scheint das unmittelbare Abwärtsrisiko aus der Boddington‑Störung weitgehend eingepreist zu sein. Für die weitere Kursentwicklung wird damit vor allem die Frage relevant, ob der Goldpreis im Umfeld der geopolitischen Spannungen sein erhöhtes Niveau halten oder sogar ausbauen kann.
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