Gold erlebt Anfang 2026 eine Ausnahmesituation – und Newmont steht mitten im Zentrum dieser Bewegung. Der größte Goldproduzent der Welt profitiert direkt von Spotpreisen jenseits von 4.500 US‑Dollar je Unze und einer Neubewertung des gesamten Sektors. Entscheidend ist dabei weniger der kurzfristige Kursanstieg als die Frage, wie nachhaltig die derzeitigen Margen und Bewertungen sind.

Gold über 4.500 Dollar als Treiber

Der Kern des aktuellen Aufschwungs ist eindeutig: Der Goldpreis hat im Januar 2026 frühere Widerstände deutlich hinter sich gelassen und notiert nun über 4.500 US‑Dollar je Unze. In Kombination mit steigenden Silberpreisen sorgt das für einen Hebeleffekt auf die Ertragslage von Förderern wie Newmont.

Im Unterschied zu früheren Zyklen, in denen stark steigende Kosten einen Teil der Erlöse aufgefressen haben, kann das Unternehmen seine Tier‑1‑Minen derzeit mit hoher Kostendisziplin betreiben. Die Folge sind deutlich verbesserte Margen und rekordverdächtige freie Cashflows, die Newmont in den Augen vieler institutioneller Investoren zu einem inflationsgeschützten Cashflow-Titel im S&P 500 machen.

Kursentwicklung und Bewertung

Die Aktie hat diese veränderte Ausgangslage bereits eingepreist. Auf Wochensicht legte der Titel um rund 5 % zu, im 30‑Tage-Vergleich summiert sich das Plus auf knapp 35 %. Auf Sicht von zwölf Monaten ergibt sich sogar ein Anstieg von über 180 % – ein klares Signal, wie stark der Markt die Story neu bewertet hat.

Mit einem Schlusskurs von 114,12 US‑Dollar am Freitag bewegt sich die Aktie nur minimal unter dem in dieser Woche erreichten 52‑Wochen-Hoch von 114,63 US‑Dollar. Gleichzeitig liegt der Kurs deutlich über den gleitenden Durchschnitten der vergangenen Monate, was die dynamische Aufwärtsbewegung unterstreicht. Der Relative-Stärke-Index (RSI) von 35,6 signalisiert dabei, dass die jüngste Rally aktuell eher konsolidiert als in eine akute Überhitzung übergeht.

Analysten sehen weiteres Potenzial

Die veränderte Fundamentallage bleibt auch den Analysten nicht verborgen. CFRA Research hat seine Einstufung für Newmont am Wochenende mit „Strong Buy“ bestätigt und das 12‑Monats-Kursziel spürbar auf 134 US‑Dollar angehoben.

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Die Anhebung stützt sich auf mehrere Faktoren:
* Gewinnerwartungen: Die EPS-Prognose für 2026 liegt nun bei 7,94 US‑Dollar je Aktie.
* Bewertung: CFRA setzt für 2026 ein Ziel-EV/EBITDA-Multiple von 8,0 an.
* Marktstellung: Als größter Goldproduzent kann Newmont den vollen Hebel des laufenden Rohstoff-Superzyklus ausschöpfen.

Damit wird die Aktie klar als Profiteur des aktuellen Edelmetallumfelds positioniert, nicht nur als klassischer Zykliker.

Operative Themen und Ausschüttungsperspektive

Trotz einzelner Störungen im Betrieb – etwa feuerbedingten Beeinträchtigungen in der Boddington-Mine Anfang Januar – zeigt sich der Kurs bislang robust. Der Markt bewertet die Eingriffe offenbar als beherrschbar, zumal der übergeordnete Rückenwind durch den Goldpreis derzeit deutlich stärker wirkt.

Parallel rücken die Ausschüttungen stärker in den Fokus. Angesichts der sprudelnden freien Cashflows steigen die Erwartungen an höhere Rückflüsse an die Aktionäre – sei es in Form steigender Dividenden oder zusätzlicher Aktienrückkäufe. Konkrete Maßnahmen bleiben abzuwarten, doch die Marktteilnehmer kalkulieren bereits mit einem deutlich aktionärsfreundlicheren Kapitalrückgabemix.

Ein wichtiges nächstes Etappenziel sind die für Februar 2026 erwarteten Zahlen zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr 2025. Dort dürften sich die Effekte der hohen Goldpreise und der straffen Kostenkontrolle erstmals voll in den Abschlüssen widerspiegeln und damit zeigen, wie tragfähig die aktuelle Profitabilität tatsächlich ist.

Risiken der aktuellen Rally

So überzeugend die Kombination aus Rekord-Goldpreisen und starken Cashflows derzeit wirkt, sie hat ihren Preis: Die Bewertung ist eng an die Fortdauer des Goldniveaus über 4.500 US‑Dollar gekoppelt. Ein deutlicher Rückgang der Edelmetallpreise würde die Margen und damit auch die aktuelle Bewertungsbasis unter Druck setzen.

Zusätzlich könnten steigende laufende Investitionen (Sustaining Capex) in Minenprojekte die freie Liquidität schmälern, sofern der Kostendruck zunimmt. Auch eine Phase höherer geopolitischer Stabilität würde tendenziell die Nachfrage nach sicheren Häfen wie Gold dämpfen und damit den Sektor als Ganzes treffen.

Fazit und Ausblick

Newmont präsentiert sich derzeit sowohl technisch als auch fundamental in starker Verfassung. Rekordnahe Kurse, hohe freie Cashflows und ein deutlich angehobenes Analystenkursziel unterstreichen die Schlüsselrolle der Aktie im aktuellen Edelmetall-Superzyklus. Entscheidend werden nun die Februar-Zahlen: Sie sollen bestätigen, ob die Kombination aus hohen Goldpreisen, disziplinierter Produktion und robusten Margen die Grundlage für eine anhaltend höhere Gewinn- und Ausschüttungsbasis bildet.

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