Newmont startet mit einem historischen Führungswechsel in ein neues Börsenjahr – und hat gleichzeitig ein außergewöhnlich starkes 2025 im Rücken. Nach einer Kursvervielfachung innerhalb von zwölf Monaten und einer klaren strategischen Neuausrichtung übernimmt nun Natascha Viljoen das Ruder. Entscheidend wird sein, ob sie den Übergang von großen Übernahmen hin zu operativer Exzellenz erfolgreich gestalten kann.

Historischer CEO-Wechsel bei Newmont

Seit dem 1. Januar 2026 steht Newmont unter neuer Führung: Natascha Viljoen übernimmt den Posten des CEO von Tom Palmer und wird damit die erste Frau an der Spitze eines großen Goldproduzenten. Damit schließt sich eine Phase tiefgreifender Veränderungen, in der Palmer unter anderem die 17-Milliarden-Dollar-Übernahme von Newcrest Mining umgesetzt hat.

Die wichtigsten Punkte der Transition:

  • Tom Palmer bleibt bis Ende des ersten Quartals 2026 als strategischer Berater an Bord
  • Viljoen verfügt über mehr als 30 Jahre internationale Minenerfahrung
  • Zuvor war sie CEO von Anglo American Platinum
  • Seit 2023 ist sie bei Newmont, zuletzt als Chief Operating Officer
  • Der Fokus verschiebt sich weg von Übernahmen hin zu Effizienz und operativer Stärke

Damit signalisiert das Management, dass die große Akquisitionsphase vorerst abgeschlossen ist und nun die Integration und Ausschöpfung der geschaffenen Strukturen im Vordergrund stehen soll.

Starkes Jahr 2025 als Basis

Operativ und an der Börse hat Newmont 2025 ein außergewöhnliches Jahr hinter sich. Die Aktie legte über das Kalenderjahr hinweg um rund 168 % zu und entfernte sich damit deutlich von ihrem 52‑Wochentief. Treiber waren vor allem Rekordstände beim Goldpreis und ein umfassendes Portfolio-Programm.

Besonders wichtig: Newmont hat ein Asset-Verkaufsprogramm im Umfang von 5 Milliarden US‑Dollar nicht nur umgesetzt, sondern die ursprünglichen Ziele übertroffen. Dadurch wurde das Portfolio gestrafft und die Bilanz gestärkt – ein zentraler Baustein für die nun angestrebte Phase der „operational excellence“.

Auch die Zahlen zum dritten Quartal 2025 unterstreichen die Stärke:

  • Umsatz: 5,52 Mrd. US‑Dollar, rund 20 % Wachstum im Jahresvergleich
  • Ergebnis je Aktie: 1,71 US‑Dollar, deutlich über den Erwartungen von 1,27 US‑Dollar
  • Nettomarge: 33,4 %
  • Eigenkapitalrendite: 20,4 %

Diese Kombination aus starken Margen, hoher Profitabilität und konsequenter Portfolio-Bereinigung liefert der neuen CEO eine komfortable Ausgangslage.

Analysten klar positiv gestimmt

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An der Wall Street überwiegt zum Jahresauftakt 2026 ein konstruktiver Blick auf die Newmont-Aktie. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 109,50 US‑Dollar, die Spanne der Schätzungen reicht von 62,00 bis 133,00 US‑Dollar. Bank of America hat ihr Kursziel jüngst von 115 auf 118 US‑Dollar angehoben und das „Buy“-Votum bestätigt.

In der aktuellen Analystenverteilung zeigt sich der positive Grundton deutlich:

  • 5 Einstufungen auf „Strong Buy“
  • 13 auf „Buy“
  • 4 auf „Hold“

Damit sehen die meisten Experten weiteres Potenzial, gestützt auf die starke Bilanz, das gestraffte Portfolio und das Umfeld hoher Goldpreise.

Gestrafftes Portfolio, flexible Dividende

Mit den umfangreichen Verkäufen nicht zum Kerngeschäft zählender Vermögenswerte geht Newmont mit einer schlankeren Struktur in das neue Jahr. Die Bilanz ist durch die Erlöse gestärkt, das Unternehmen sieht sich gut positioniert, um von anhaltend hohen Goldpreisen zu profitieren.

Dividendenorientierte Anleger erhalten derzeit eine vierteljährliche Ausschüttung von 0,25 US‑Dollar je Aktie, also 1,00 US‑Dollar im Jahr. Auf Basis des aktuellen Kursniveaus entspricht das einer Rendite von rund 1 %. Auffällig ist dabei die sehr zurückhaltende Ausschüttungsquote von 15,5 %. Das lässt dem Management viel Spielraum für Investitionen, Schuldenabbau, mögliche Rückkäufe oder künftige Dividendenerhöhungen.

Technisches Bild und kurzfristiger Ausblick

Charttechnisch präsentiert sich die Aktie solide. Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 101,22 US‑Dollar, womit der Titel nur wenige Prozent unter dem 52‑Wochen-Hoch notiert und zugleich deutlich über den mittelfristigen Durchschnittslinien liegt. Trotz einer schwächeren Woche bleibt der Abstand zu zentralen gleitenden Durchschnitten klar positiv, was auf eine Konsolidierung auf erhöhtem Niveau hindeutet und nicht auf eine Trendwende nach unten.

Operativ rückt nun der 19. Februar 2026 in den Fokus: Dann legt Newmont die nächsten Quartalszahlen vor. Analysten erwarten derzeit ein Ergebnis je Aktie von 1,61 US‑Dollar und Erlöse von 5,45 Mrd. US‑Dollar. Diese Veröffentlichung wird zur ersten Bewährungsprobe für die neue CEO – und zeigt, ob der Übergang von der Übernahmephase hin zu konsequenter operativer Umsetzung nahtlos gelingt.

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