Der weltgrößte Goldproduzent startet mit einer historischen Zäsur in das Jahr 2026. Natascha Viljoen hat zum 1. Januar als erste Frau in der 104-jährigen Geschichte des Konzerns die Position des CEO übernommen. Nach der aggressiven Expansionsphase unter ihrem Vorgänger Tom Palmer richtet sich der Blick nun auf Profitabilität und Kostendisziplin – eine strategische Neuausrichtung, die nach der massiven Kursrallye im vergangenen Jahr entscheidend für die weitere Performance sein dürfte.

Von Expansion zu Effizienz

Mit dem Jahreswechsel endete die Ära von Tom Palmer, der das Unternehmen seit 2019 leitete und maßgeblich durch große Zukäufe prägte – zuletzt durch die 17 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Newcrest Mining. Viljoen, die zuvor als CEO von Anglo American Platinum tätig war, bringt über 30 Jahre Erfahrung im operativen Bergbau mit.

Marktbeobachter werten ihre Ernennung als klares Signal für einen Strategiewechsel: Weg von teuren Übernahmen, hin zu "Operational Excellence". Im Fokus steht dabei die Integration der Newcrest-Assets sowie die Senkung der Förderkosten. Analysten blicken hierbei besonders auf die sogenannten All-In Sustaining Costs (AISC), die 2025 bei rund 1.630 Dollar pro Unze lagen und nun reduziert werden sollen.

Rekordjahr stärkt die Bilanz

Der Führungswechsel erfolgt in einem für Newmont äußerst komfortablen Marktumfeld. Der Goldpreis erreichte Ende 2025 historische Höchststände nahe 4.000 Dollar je Unze, was der Aktie auf Sicht von zwölf Monaten zu einem Kursplus von rund 167 Prozent verhalf.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Newmont Mining?

Zusätzlich zur operativen Stärke konnte Newmont sein Verkaufsprogramm für Randbereiche ("Non-Core Assets") äußerst erfolgreich abschließen. Durch den Verkauf von sechs Minen, darunter Projekte in Ghana und Kanada, flossen fast 5 Milliarden Dollar in die Kassen – deutlich mehr als die ursprünglich angepeilten 2 Milliarden Dollar. Diese Liquidität weckt an der Wall Street Begehrlichkeiten.

Das erwarten Analysten

Die Stimmung unter den Analysten bleibt überwiegend positiv ("Buy" oder "Strong Buy"). Die erfolgreichen Verkäufe und die gefüllten Kassen haben die Erwartung geschürt, dass Newmont im ersten Halbjahr 2026 ein signifikantes Aktienrückkaufprogramm starten könnte.

Gleichzeitig wird die Konsolidierung der Branche genau beobachtet. Während Newmont stabilisiert, kämpft der Rivale Barrick Gold mit Führungsturbulenzen nach dem Abgang von CEO Mark Bristow im September 2025. Berichten zufolge prüft Newmont Optionen, um die Kontrolle über das gemeinsame Nevada-Joint-Venture zu erlangen, wenngleich sich diese Überlegungen noch in einem frühen Stadium befinden.

Der erste wichtige Test für die neue Chefin steht am 19. Februar 2026 mit den Zahlen zum vierten Quartal an. Anleger warten dann nicht nur auf die Bestätigung der Produktionsziele, sondern vor allem auf konkrete Ankündigungen zur Kapitalverwendung, die den jüngsten Aufwärtstrend fundamental untermauern könnten.

Newmont Mining-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Newmont Mining-Analyse vom 02. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Newmont Mining-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Newmont Mining-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 02. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Newmont Mining: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...