Newmont Aktie: Feuer unter Kontrolle
Die Buschbrände nahe der Boddington-Mine in Westaustralien hatten Anleger zuletzt verunsichert. Jetzt liefert Newmont klare Antworten: Das Feuer ist eingedämmt, die wichtigsten Anlagen sind intakt und der Konzern beziffert erstmals den konkreten Produktionsausfall. Reicht diese Klarheit, um die jüngste Rally zu stützen?
Brände eingedämmt, Kernanlagen intakt
Newmont bestätigte, dass die Mitte Dezember ausgebrochenen Buschfeuer nahe der Boddington-Operation inzwischen unter Kontrolle sind. Entscheidend für den Markt: Weder der Tagebau noch die Aufbereitungsanlage oder die Rückhaltebecken wurden beschädigt.
Beschädigt wurde hingegen Teile der Wasserinfrastruktur des Standorts. Der Konzern hatte daher den Betrieb am 24. Dezember vorsorglich ausgesetzt. Inzwischen laufen Abbau und Verarbeitung wieder, allerdings mit gedrosselten Durchsätzen, weil die Wasserversorgung noch eingeschränkt ist.
Nach Unternehmensangaben sollen die Reparaturen bis Februar 2026 abgeschlossen sein. Dann rechnet Newmont damit, die volle Wasserzufuhr und damit die normale Verarbeitungskapazität wiederhergestellt zu haben.
Produktionsausfall klar beziffert
Erstmals legt Newmont konkrete Zahlen zum Einfluss der Störung vor. Für das erste Quartal 2026 erwartet der Konzern einen Produktionsrückgang von rund 60.000 Unzen Gold.
An den Märkten kommt diese Transparenz gut an – aus zwei Gründen:
- Planbarkeit: Die klare Zahl von 60.000 Unzen nimmt die Sorge vor deutlich höheren, unklaren Verlusten.
- Begrenzter Schaden: Da die zentrale Aufbereitungsanlage unversehrt ist, bewerten Investoren den Eingriff als zeitlich begrenzt und nicht strukturell.
Diese Erleichterung spiegelt sich in der Kursentwicklung wider. Heute notiert die Aktie mit 108,05 US-Dollar nur knapp unter dem jüngsten Rekordniveau von 109,20 US-Dollar und liegt damit rund 193 % über dem 52‑Wochen-Tief von Anfang 2025. Der Titel bleibt damit klar im Aufwärtstrend.
Unterstützung durch starkes Goldumfeld
Rückenwind erhält Newmont zusätzlich vom Umfeld am Goldmarkt. Der Goldpreis bewegt sich aktuell nahe historischen Höchstständen im Bereich von 4.440 bis 4.475 US‑Dollar je Unze.
Das hat zwei Effekte:
- Hohe Erlösbasis: Die Nähe zu Allzeithochs wird vor allem durch geopolitische Unsicherheiten und anhaltende Käufe von Notenbanken getragen.
- Puffer für den Ausfall: Die rekordnahen Preise dämpfen den finanziellen Schaden des Produktionsrückgangs. Weniger Menge trifft auf außergewöhnlich hohe Verkaufspreise.
Gerade in dieser Kombination – klar begrenzter operativer Einschnitt und extrem starke Goldpreise – sehen Marktteilnehmer den Zwischenfall eher als temporäre Störung als als nachhaltigen Belastungsfaktor.
Fazit: Temporäre Delle in starkem Umfeld
Newmont hat die Unsicherheit rund um die Brände in Boddington weitgehend aus dem Markt genommen. Der Produktionsausfall von 60.000 Unzen im ersten Quartal 2026 ist klar umrissen, die kritische Infrastruktur bleibt unversehrt und der Zeitplan für die vollständige Wiederherstellung der Wasserversorgung bis Februar steht. In einem Umfeld rekordnaher Goldpreise rückt damit wieder die starke Cashflow-Generierung in den Vordergrund – der Markt honoriert das mit einem Kurs nahe Allzeithoch.
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