Newmont Aktie: Goldtreiber dominiert
Newmont meldet Produktionsprobleme, der Kurs läuft dennoch auf Rekordniveau. Der Grund liegt weniger in Australien als im globalen Goldmarkt. Wie passt ein temporärer Förderausfall zu einem Aktienkurs auf 12-Monats-Hoch?
Buschbrand bremst Boddington
Am Mittwoch hat Newmont ein Update zum Buschbrand an der Boddington-Mine in Western Australia veröffentlicht. Das Feuer war zwar bereits Ende Dezember unter Kontrolle, beschädigte aber zentrale Teile der Wasserversorgung der Anlage.
Der Betrieb wurde inzwischen wieder aufgenommen, allerdings nur mit deutlich reduzierter Auslastung von rund 50–60 %. Vollkapazität erwartet das Management erst im Laufe des Februars. Für das erste Quartal 2026 rechnet Newmont mit einem Produktionsverlust von etwa 60.000 Unzen Gold – ein spürbarer Dämpfer auf Quartalssicht, aber zeitlich begrenzt.
Goldpreis überstrahlt operative Belastung
Trotz dieses klar bezifferbaren Produktionsausfalls legte die Aktie gestern kräftig zu und schloss bei 109,20 US-Dollar – zugleich ein neues 12-Monats-Hoch. Rückenwind kommt eindeutig von der Makroseite: Der Goldpreis ist auf Rekordniveaus um 4.465 US-Dollar je Feinunze gestiegen, ausgelöst durch zunehmende geopolitische Spannungen zwischen den USA und Venezuela.
Diese „Sicherer-Hafen“-Bewegung stützt die gesamte Branche. Auch Wettbewerber wie Barrick Gold markieren neue Hochs, Analysten sehen dort im Schnitt weiter deutliches Potenzial. Der Markt ordnet die Probleme in Boddington daher eher als vorübergehende Störung ein, während das Umfeld hoher Goldpreise die Ertragsaussichten deutlich aufhellt.
Institutionelle Investoren scheinen diese Sicht zu teilen. Jüngste Meldungen zeigen, dass große Adressen wie Robeco Institutional Asset Management ihre Positionen in Newmont zuletzt ausgebaut haben. Der erwartete Produktionsausfall von 60.000 Unzen gilt zwar als wesentlich für Q1, wird aber im Kontext der Jahresplanung und der aktuell sehr hohen Margen als verkraftbar bewertet.
Analysten und Technik im Einklang
Der positive Grundton spiegelt sich auch in den Analystenstudien wider. Häuser wie National Bankshares haben ihre Kursziele zuletzt auf bis zu 120 US-Dollar angehoben und signalisieren damit weiteres Aufwärtspotenzial vom aktuellen Niveau um 109 US-Dollar.
Charttechnisch hat die Aktie den Widerstandsbereich zwischen 103 und 106 US-Dollar überwunden. Auf Sicht der letzten 30 Tage steht ein Kursplus von rund 43 % zu Buche, die Notierung liegt damit deutlich über den viel beachteten gleitenden Durchschnitten. Solange der Goldpreis sich oberhalb von 4.400 US-Dollar hält, dürfte der Markt die temporäre Einschränkung in Boddington weiter ausblenden und den Ausbruch nach oben respektieren.
Entscheidende Wochen bis Februar
In den kommenden Wochen richtet sich der Blick nun auf den Fortschritt der Reparaturen in Boddington. Bestätigt Newmont wie angekündigt die vollständige Wiederherstellung der Kapazität bis Februar, bleibt der Produktionsdämpfer auf Q1 begrenzt und die Story hoher freier Cashflows bei Rekord-Goldpreisen intakt. Verzögerungen über dieses Zeitfenster hinaus würden dagegen zunehmend in die Schätzungen für das zweite Quartal hineinwirken und könnten den aktuell sehr optimistischen Bewertungsrahmen einengen.
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