Newmont Mining Aktie: Institutionen greifen zu
Newmont Mining profitiert gleich von mehreren Rückenwinden: starke Quartalszahlen, ein freundlicher Goldmarkt und wachsendes Interesse großer Investoren. Die Aktie notiert nur knapp unter ihrem Jahreshoch, während die Diskussion um die Bewertung Fahrt aufnimmt. Wie stichhaltig ist das Bild eines weiterhin attraktiven Goldriesen?
Institutionelle Investoren bauen Positionen aus
Ein zentrales Signal kommt von der Fondsseite. Strategic Planning Group LLC ist im dritten Quartal neu eingestiegen und hat rund 92.000 Aktien im Wert von etwa 7,77 Millionen US‑Dollar erworben. Damit wächst der Anteil institutioneller Investoren weiter und liegt inzwischen bei knapp 69 % des ausstehenden Kapitals.
Auch andere Adressen stocken spürbar auf:
- Brighton Jones LLC erhöhte seinen Bestand um 15,7 % auf 13.606 Aktien
- NewEdge Advisors LLC legte um 234,2 % auf 45.126 Aktien zu
- Great Lakes Advisors LLC steigerte die Position um 23,4 % auf 52.403 Aktien
- Integrated Wealth Concepts LLC erhöhte um 56,2 % auf 26.256 Aktien
Diese Käufe unterstreichen, dass große Anleger den jüngsten Aufschwung nicht als Zufall sehen, sondern als Reaktion auf fundamental bessere Rahmenbedingungen.
Q3-Zahlen übertreffen Erwartungen
Rückendeckung liefert vor allem das dritte Quartal. Newmont hat die Erwartungen der Wall Street klar übertroffen:
- Ergebnis je Aktie: 1,71 US‑Dollar – deutlich über den Konsensschätzungen von 1,27 bis 1,44 US‑Dollar
- Umsatz: 5,52 Milliarden US‑Dollar gegenüber erwarteten 5,19 Milliarden US‑Dollar, ein Plus von 20 % gegenüber dem Vorjahr
- Nettomarge: 33,42 %
- Eigenkapitalrendite: 20,35 %
Auf Zwölfmonatsbasis kommt das Unternehmen auf 21,5 Milliarden US‑Dollar Umsatz und 7,19 Milliarden US‑Dollar Nettogewinn. Das spiegelt sowohl das starke Goldpreisumfeld als auch Effizienzverbesserungen im operativen Geschäft wider.
Bewertung: Noch Rabatt oder schon fair?
Beim Blick auf die Kennzahlen entsteht ein gemischtes Bild. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16,8 notiert Newmont deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 30,3. Der vorausblickende Wert liegt bei rund 14 bis 15, der PEG‑Faktor von 0,30 deutet auf eine mögliche Unterbewertung im Verhältnis zum erwarteten Wachstum hin.
Gleichzeitig verweisen einige Analysten darauf, dass sich die Aktie dem von vielen Modellen errechneten fairen Wert nähert. Dieser wird im Mittel bei 104,53 US‑Dollar veranschlagt. Gegenüber dem aktuellen Kurs von 105,78 US‑Dollar ergibt sich damit nur noch ein geringer Aufschlag. Aus einem klaren Bewertungsabschlag ist damit eher ein moderater Bewertungsbonus geworden.
Analysten mehrheitlich positiv
Trotz dieser Debatte bleibt das Sentiment an der Wall Street überwiegend freundlich, die Aktie trägt ein Konsensrating „Buy“. Einzelne Häuser haben ihre Einschätzungen zuletzt konkret nach oben angepasst:
- National Bankshares erhöhte das Kursziel von 110 auf 120 US‑Dollar (Rating: Outperform)
- Raymond James bekräftigte „Outperform“ mit einem Ziel von 111 US‑Dollar
- UBS blieb bei „Buy“ und hob das Ziel von 105,50 auf 125 US‑Dollar an
- BNP Paribas Exane stufte hingegen von „Outperform“ auf „Neutral“ ab und senkte das Ziel von 107 auf 97 US‑Dollar
- Argus erhöhte das Kursziel von 75 auf 94 US‑Dollar
Der offizielle Konsens der Kursziele liegt aktuell bei 97,08 US‑Dollar. Die jüngsten Anhebungen signalisieren jedoch, dass dieser Durchschnitt bei weiteren Anpassungen tendenziell nach oben rutschen könnte.
Technische Lage nahe Jahreshoch – Insider verkaufen
Aus technischer Sicht bleibt der Trend intakt. Über die vergangenen 30 Tage legte die Aktie um rund 31 % zu, auf Sicht von zwölf Monaten steht ein satten Anstieg von knapp 179 % zu Buche. Mit 105,78 US‑Dollar bewegt sich der Kurs nur wenige Prozent unter dem 52‑Wochen-Hoch von 109,20 US‑Dollar und deutlich über den gleitenden Durchschnitten.
Ein Kontrapunkt sind die Insideraktivitäten. Während Institutionelle zukaufen, haben Unternehmensvertreter zuletzt per Saldo verkauft. CEO Thomas Ronald Palmer trennte sich im November von 5.000 Aktien zu 81,34 US‑Dollar, Direktor Bruce R. Brook verkaufte im Dezember 2.080 Aktien zu 92,36 US‑Dollar. Insgesamt summieren sich die Insiderverkäufe im letzten Quartal auf 9.160 Aktien im Wert von rund 767.000 US‑Dollar. Der direkte Insideranteil bleibt mit 0,05 % äußerst gering.
Goldpreis als zentraler Treiber
Die fundamentale Ausgangslage wird vom Goldmarkt geprägt. Der Goldpreis liegt derzeit über 4.470 US‑Dollar je Unze – unterstützt durch anhaltende Käufe von Zentralbanken und geopolitische Spannungen. Beides schürt die Nachfrage nach dem Edelmetall und stützt die Ertragslage von Produzenten wie Newmont.
Hinzu kommt: Newmont ist geografisch breit aufgestellt und verfügt neben Gold auch über Kupferengagements. Das schafft zusätzliche Erlöspotenziale, falls Industriemetalle weiter gefragt bleiben.
Zum aktuellen Zeitpunkt läuft vieles für den Konzern zusammen: starke operative Kennzahlen, ein günstiges Marktumfeld und spürbare Unterstützung von institutioneller Seite. Entscheidend für die nächsten Monate wird sein, ob sich dieses Zusammenspiel aus hohem Goldpreis, stabiler Profitabilität und Vertrauen der Großanleger in den kommenden Quartalen bestätigen lässt.
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