Netflix Aktie: Doppelschlag belastet
Netflix steht in der ersten Handelswoche des Jahres 2026 unter Druck und notiert am Dienstagmorgen bei rund 91,51 Dollar. Statt Rückenwind durch das "Stranger Things"-Finale dominieren Insiderverkäufe und eine Analystenabstufung das Geschehen. Während Anleger die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery-Assets kritisch beäugen, sorgt vor allem der Schritt von Co-Gründer Reed Hastings für Gesprächsstoff.
Insiderverkauf und Abstufung
Einen Dämpfer erhielt die Stimmung durch die Meldung, dass Director Reed Hastings seinen direkt gehaltenen Aktienbestand nahezu aufgelöst hat. Laut SEC-Unterlagen verkaufte er am 2. Januar insgesamt 426.290 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 91,67 Dollar. Die Transaktion im Wert von rund 39,1 Millionen Dollar reduzierte seine direkten Anteile um über 99 Prozent. Zur Einordnung ist jedoch wichtig: Hastings hält über den Hastings-Quillin Family Trust weiterhin mehr als 21 Millionen Anteile indirekt. Der Schritt deutet daher eher auf eine Portfolio-Umschichtung als auf einen kompletten Ausstieg hin.
Zusätzlich drückte eine Abstufung durch CFRA auf den Kurs. Analyst Kenneth Leon senkte das Rating am Montag von „Kaufen“ auf „Halten“ und reduzierte das Kursziel von 130 auf 100 Dollar. Als Hauptgrund nannte er die Ausführungsrisiken und die Schuldenlast im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme der Warner Bros. Discovery-Assets. Leon warnte vor einem geringeren Risikoprämien-Puffer und möglichen Finanzierungskosten, falls ein Bieterwettstreit mit Paramount Skydance entbrennen sollte.
Die 83-Milliarden-Wette
Der zentrale Belastungsfaktor bleibt die aggressive M&A-Strategie des Streaming-Riesen. Der im Dezember 2025 angekündigte Deal, Assets von Warner Bros. Discovery für einen Unternehmenswert von insgesamt 82,7 Milliarden Dollar zu übernehmen, stößt auf Skepsis. Investoren sorgen sich um die rund 59 Milliarden Dollar an Brückenkrediten und neuen Schulden, die für die Finanzierung nötig sind. Die Befürchtung ist, dass diese Last den freien Cashflow mittelfristig einschränken könnte.
Selbst das Finale der Erfolgsserie „Stranger Things“, das am 31. Dezember 2025 Premiere feierte, konnte diese Bedenken nicht zerstreuen. Zwar sorgte die Veröffentlichung zum Jahreswechsel für hohe Abrufzahlen, doch der positive Effekt wird von den Risiken der Finanzierung überlagert. Zudem stellt sich die Frage, wie Netflix die Kundenbindung nach dem Ende dieses Zugpferdes stabil halten kann.
Quartalszahlen am 20. Januar im Fokus
Der Blick der Marktteilnehmer richtet sich nun auf den 20. Januar 2026, wenn Netflix seine Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorlegt. Entscheidend werden drei Punkte sein: der Nachweis, dass sich die Werbeeinnahmen verdoppeln, um die Sättigung bei den Abonnentenzahlen auszugleichen, konkrete Details zu den Zinsen für den WBD-Deal sowie der Ausblick auf die Kundenbindung im ersten Quartal 2026. Charttechnisch testen die Papiere derzeit die Unterstützungszone bei 90 Dollar. Ein Bruch dieser Marke könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen.
Netflix-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Netflix-Analyse vom 07. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Netflix-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Netflix-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Netflix: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








