18,4 Millionen Aufrufe in 24 Stunden — das BTS-Comeback-Konzert auf Netflix hat diese Woche gleich mehrere Rekorde gebrochen. Zeitgleich stufen Analysten die Aktie hoch, und der nächste Quartalsbericht steht bereits vor der Tür.

Live-Events als Werbe-Maschine

Das erste Netflix-Liveevent in Südkorea war kein regionaler Versuch, sondern ein globales Ereignis: In 80 Ländern landete das BTS-Konzert unter den Top 10 der meistgesehenen Titel der Woche vom 16. bis 22. März, in 24 Ländern belegte es Platz eins. Unter allen nicht-englischsprachigen Titeln war es das meistgesehene Format der Plattform überhaupt.

Für Netflix geht es dabei nicht nur um Reichweite. Live-Events erzeugen Premium-Werbeinventar — und genau das ist der Kern der Wachstumsstrategie im Werbegeschäft. Die Werbeeinnahmen sollen sich 2026 auf 3 Milliarden Dollar verdoppeln, nach 1,5 Milliarden im Vorjahr. Zahlen wie die des BTS-Konzerts liefern das Argument, warum Marken bereit sein könnten, dafür zu zahlen.

Den Schwung nutzt Netflix direkt: Am Freitag erscheint die Begleitdokumentation BTS: THE RETURN, die den Entstehungsprozess des Albums und die Reunion der Gruppe in Los Angeles im Sommer 2025 nach deren Militärdienst beleuchtet.

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Analysten werden optimistischer

Auf Analystenseite hat die Erste Group Bank Netflix am Dienstag von „Hold" auf „Buy" hochgestuft und die EPS-Schätzung für 2026 leicht auf 3,15 Dollar angehoben. Für 2027 erwartet die Bank 3,86 Dollar je Aktie.

Das fügt sich in ein breiteres Bild: Citi initiierte die Abdeckung mit „Buy" und einem Kursziel von 115 Dollar, gestützt auf eine erwartete Margenverbesserung von 40 Basispunkten über dem Konsens sowie eine geplante US-Preiserhöhung im vierten Quartal 2026. J.P. Morgan startete Anfang März mit „Overweight" und einem Ziel von 120 Dollar — mit Verweis auf die über 325 Millionen Abonnenten und ein Umsatzwachstum von 16 Prozent im Jahresvergleich.

Einige Analysten mahnen zur Vorsicht. Die Aktie wird derzeit mit dem rund 7,3-fachen des Umsatzes bewertet. Bei nachlassendem Abonnenten- oder Werbewachstum könnte dieses Bewertungsniveau unter Druck geraten — zumal Netflix Anfang 2026 hohe Ausgaben für neue Inhalte verbucht.

Quartalsbericht am 16. April

Das letzte Quartal verlief solide: Netflix erzielte einen Umsatz von 12,05 Milliarden Dollar — leicht über der Konsensschätzung von 11,97 Milliarden — bei einem Umsatzwachstum von 17,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am 16. April folgen die nächsten Zahlen. Ob die BTS-Reichweite und die steigenden Werbeeinnahmen dann bereits in den Kennziffern sichtbar werden, dürfte die Bewertungsdiskussion konkret machen.

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