Wenige Wochen vor der Veröffentlichung der neuen Quartalszahlen dämpfen große Analysehäuser die Erwartungen an den Schweizer Lebensmittelriesen. Sorgen um das reale interne Wachstum veranlassen Experten mehrerer Banken zu einer vorsichtigen Positionierung. Das trübt die Stimmung bei einem Wertpapier, das sich ohnehin in einer zähen Seitwärtsbewegung befindet.

Enger Analysten-Konsens

Im Vorfeld der für den 23. April terminierten Erstquartalszahlen formiert sich unter den großen Banken ein bemerkenswert enges Meinungsbild rund um die Marke von 80 Schweizer Franken (CHF):

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  • Deutsche Bank: Kursziel von 82 auf 81 CHF gesenkt, Einstufung „Hold“.
  • UBS: Kursziel bei 80 CHF bestätigt, Rating „Neutral“.
  • Jefferies: Kursziel leicht von 77 auf 80 CHF angehoben, Einstufung „Hold“.

Analyst Guillaume Delmas von der UBS begründet diese Zurückhaltung mit vorübergehenden Belastungen, die das reale interne Wachstum (RIG) derzeit überschatten. Auch die Deutsche Bank verweist auf ein vorsichtiges Gesamtbild, selbst wenn Währungseffekte zuletzt weniger stark ins Gewicht fielen.

Diese verhaltenen Einschätzungen spiegeln sich im aktuellen Chartbild wider. An den Handelsplätzen ging das Papier gestern bei 83,58 Euro aus dem Handel und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein leichtes Minus von 1,23 Prozent. Zwar konnte sich der Kurs knapp über der 200-Tage-Linie bei 83,07 Euro behaupten, nennenswerte Aufwärtsdynamik fehlt allerdings. Anleger scheinen vor den frischen Umsatzzahlen kein unnötiges Risiko eingehen zu wollen.

Bewährungsprobe im April

Wenn Nestlé am 23. April die Bücher öffnet, wird der Markt die Preisgestaltung des Konzerns genau prüfen. Die konkrete Herausforderung besteht darin, im inflationären Umfeld höhere Preise durchzusetzen, ohne weitere Absatzmengen an die Konkurrenz zu verlieren. Sobald die operativen Unsicherheiten dieses ersten Quartals geklärt sind, rücken mittelfristige Wachstumsprojekte wieder in den Vordergrund. Dazu zählen insbesondere der 455 Millionen US-Dollar teure Werksausbau in Mexiko sowie der geplante Schokoladenpark für 400 Millionen CHF, die das Fundament für zukünftige Margenverbesserungen bilden sollen.

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