Nintendo of America geht juristisch in die Offensive. Am 6. März 2026 reichte das Unternehmen Klage beim U.S. Court of International Trade ein – mit einem klaren Ziel: Die vollständige Rückerstattung rechtswidriger Zollzahlungen samt Zinsen. Hintergrund ist ein Urteil des Supreme Court vom Februar 2026, das die von der Trump-Regierung verhängten Strafzölle für illegal erklärte.

Rechtsstreit um Milliarden

Nintendo richtet sich gegen mehrere US-Behörden, darunter das Finanzministerium, das Heimatschutzministerium und die Zoll- und Grenzschutzbehörde. Die Klage argumentiert, dass die unter dem International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) erhobenen Abgaben verfassungswidrig waren und dem Konzern „unmittelbaren und irreparablen Schaden" zugefügt hätten.

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Nintendo steht nicht allein: Konzerne wie FedEx und Costco haben ebenfalls Klagen eingereicht. Die Dimension ist beachtlich – Schätzungen der Regierung zufolge wurden zwischen 166 und 200 Milliarden US-Dollar an Zöllen eingezogen, während die Maßnahmen in Kraft waren.

Konkrete Folgen für das Geschäft

Die Anfang 2025 eingeführten Zölle trafen Nintendo direkt. Laut den Gerichtsunterlagen musste das Unternehmen die Vorbestellungen für die Switch 2 in den USA und Kanada verzögern, als die Konsole am 2. April 2025 vorgestellt wurde.

Zudem zwangen die Importsteuern Nintendo zu Preiserhöhungen: Im Sommer 2025 wurden die Verkaufspreise für die Standard-Switch, das OLED-Modell und die Lite-Version angehoben. Auch Zubehör verteuerte sich spürbar.

Rückerstattung verzögert sich

Obwohl ein Richter die Rückzahlung angeordnet hat, stockt die Umsetzung. Die Zollbehörde verweist auf technische Hürden in ihrer IT-Infrastruktur – das Volumen der Erstattungen sei beispiellos. Derzeit wird an einem neuen Verwaltungssystem gearbeitet, das innerhalb von 45 Tagen einsatzbereit sein soll. Wann Nintendo und die anderen klagenden Unternehmen ihr Geld tatsächlich zurückerhalten, bleibt damit vorerst offen.

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