Die Nervosität im Technologiesektor hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Während Anleger zunehmend die Rentabilität massiver KI-Investitionen hinterfragen, sorgte am Donnerstag eine Kombination aus schwachen Arbeitsmarktdaten und einem Einbruch bei Kryptowährungen für zusätzlichen Verkaufsdruck. Die zentrale Sorge an der Wall Street: Explodierende Ausgaben der Tech-Giganten ohne zeitnahe Erträge könnten die Gewinnmargen dauerhaft belasten.

Teure KI-Träume schrecken Anleger

Auslöser der jüngsten Verkaufswelle ist eine Neubewertung der "Künstlichen Intelligenz" – weg von der reinen Fantasie hin zu den enormen Kosten. Nachdem bereits Alphabet massive Investitionspläne offenbart hatte, sorgte Amazon nach Börsenschluss für Ernüchterung: Die Ankündigung eines 200-Milliarden-Dollar-Investitionsplans schickte die Aktie im nachbörslichen Handel um rund 10 Prozent auf Talfahrt. Marktteilnehmer befürchten, dass die Kosten schneller steigen als die daraus resultierenden Gewinne.

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Diese Skepsis traf den breiten Markt bereits im regulären Handel. Der Nasdaq 100 verlor 1,59 Prozent und schloss bei 22.540,59 Punkten. Besonders auffällig war das hohe Handelsvolumen im QQQ-ETF, das fast 50 Prozent über dem Durchschnitt lag – ein klares Zeichen dafür, dass institutionelle Anleger Positionen abbauen.

Warnsignale vom Arbeitsmarkt und Krypto-Crash

Neben den branchenspezifischen Sorgen trübte sich auch das makroökonomische Umfeld ein. Die Zahl der angekündigten Stellenstreichungen erreichte im Januar den höchsten Stand seit 2009, was Risse im US-Arbeitsmarkt signalisiert. Obwohl die Renditen der US-Staatsanleihen daraufhin sanken, konnte dies den Tech-Aktien keinen Auftrieb verleihen. Die Rezessionsangst überwog die Zinsfantasie.

Zusätzlich belastete ein massiver Einbruch am Kryptomarkt die Stimmung. Bitcoin rutschte unter die Marke von 64.000 Dollar, was Liquiditätsengpässe auslöste, die auch auf volatile Tech-Werte übergriffen. Besonders hart traf es dabei den Software-Sektor sowie Halbleiterwerte wie Qualcomm, die nach einem schwachen Ausblick 8,5 Prozent einbüßten.

Blick auf den Wochenausklang

Für den heutigen Handelstag steht die Kursreaktion von Amazon im Mittelpunkt. Sollten sich die massiven nachbörslichen Verluste im regulären Handel bestätigen, dürfte dies den gesamten Index schwer belasten. Anleger sollten zudem die Marke von 4,15 Prozent bei den 10-jährigen US-Staatsanleihen beobachten: Ein weiterer Rückgang könnte als Bestätigung wachsender Rezessionsgefahren interpretiert werden.

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