FTSE 100: Rohstoffe stützen
Der britische Leitindex zeigt sich am Dienstag robust und ignoriert die durchwachsenen Konjunkturdaten aus dem Inland. Maßgeblich verantwortlich für den Kursanstieg ist die deutliche Verteuerung bei Rohöl, die den schwergewichtigen Energie- und Minensektor beflügelt. Während geopolitische Sorgen im Hintergrund schwelen, greifen Anleger bei Titeln aus dem Rohstoffbereich beherzt zu.
Ölpreis als Zugpferd
Der Anstieg der Brent-Rohölpreise auf über 103 US-Dollar pro Barrel wirkt wie ein Katalysator für den Londoner Markt. Da der FTSE 100 stark durch Energiekonzerne und Bergbauunternehmen gewichtet ist, kompensieren diese Gewinne die Schwäche in anderen Bereichen. Besonders deutlich wird dies bei den Tagesgewinnern, wo Rohstoffwerte und defensive Titel dominieren.
- Segro (SGRO): +3,57 %
- Endeavour Mining (EDV): +3,10 %
- Standard Chartered (STAN): +2,97 %
- Haleon (HLN): +2,67 %
- Melrose Industries (MRO): +2,66 %
Gleichzeitig offenbart der Markt eine deutliche Zweiteilung. Während der Index steigt, verzeichnen 268 Aktien Kursverluste, während nur 138 zulegen können. Schwäche bei zyklischen Konsumwerten wie Rightmove (-2,89 %) oder JD Sports Fashion (-1,59 %) verdeutlicht die Sorgen vor einer Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Die jüngsten Wirtschaftsdaten, die einen Rückgang der britischen Bauproduktion und eine schwache Erholung im verarbeitenden Gewerbe zeigten, untermauern diese Vorsicht.
Technische Signale und Volumen
Aus technischer Sicht liefert der FTSE 100 kurzfristig bullische Signale. Der Index notiert aktuell über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 10.327 Punkten, und der Relative-Stärke-Index (RSI) deutet mit einem Wert von 55,6 auf ein positives Momentum hin. Ein Wermutstropfen bleibt jedoch das geringe Handelsvolumen. Mit knapp 100 Millionen gehandelten Aktien liegt die Aktivität massiv unter dem Durchschnitt der letzten drei Monate, was der aktuellen Aufwärtsbewegung ein Stück weit die Überzeugungskraft nimmt.
Langfristig bleibt das Bild zudem eingetrübt, da der Index weiterhin unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 10.544 Punkten handelt. Die Marke von 10.300 Punkten fungiert nun als kurzfristige Unterstützung, während der Bereich um 10.400 Zähler den nächsten signifikanten Widerstand darstellt. Sollte der Ölpreis seine Rally fortsetzen, könnte dies den nötigen Impuls für einen Test dieser Hürde liefern.
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