Mutares verzeichnet 2024 hohe Gewinne durch Verkäufe, doch das operative Geschäft zeigt Risse. Wie nachhaltig ist die Strategie der Beteiligungsgesellschaft?

Die Beteiligungsgesellschaft Mutares liefert auf den ersten Blick beeindruckende Wachstumszahlen. Doch ein genauerer Blick auf die Ergebnisse für 2024 und den Start in 2025 offenbart: Während die Holding dank geschickter Verkäufe glänzt, zeigt das operative Geschäft im Konzern Schwächen. Wie robust ist das Geschäftsmodell wirklich?

Das abgeschlossene Geschäftsjahr 2024 schloss die Mutares-Holding mit einem beachtlichen Jahresüberschuss von 108,3 Millionen Euro ab, eine Steigerung gegenüber den 102,5 Millionen Euro des Vorjahres. Maßgeblich dafür waren erfolgreiche Exits, insbesondere der Verkauf von Frigoscandia und das Börsenlisting der Tochter Steyr Motors. Diese Veräußerungen spülten rund 70 Millionen Euro direkt in die Kasse der Holding. Parallel dazu kletterten die Erlöse aus Beratungsleistungen und Management Fees um 6 Prozent auf knapp 110 Millionen Euro.

Wachstum ja, operatives Ergebnis nein?

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Auf Konzernebene ergibt sich jedoch ein anderes Bild für 2024. Zwar stieg der Umsatz durch die rege Übernahmetätigkeit der Vorjahre um 12 Prozent auf rund 5,26 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Konzern-EBITDA) verfehlte mit 117,1 Millionen Euro den Vorjahreswert von über 750 Millionen Euro jedoch massiv. Der Grund: deutlich geringere positive Sondereffekte aus den Transaktionen selbst.

Der Start ins erste Quartal 2025 setzt diesen Trend fort. Der Konzernumsatz legte dank weiterer Zukäufe wie Magirus oder Buderus Edelstahl erneut um 13 Prozent auf gut 1,5 Milliarden Euro zu. Das Nettoergebnis der Holding erreichte solide 29,5 Millionen Euro, blieb damit aber deutlich unter den 51,3 Millionen Euro des Vorjahresquartals, welches vom Frigoscandia-Verkauf profitierte. Auch im Q1 2025 sorgte vor allem ein Teil-Exit – diesmal ein weiterer Anteilsverkauf von Steyr Motors – für den Löwenanteil des Holding-Gewinns. Die Einnahmen aus Management Fees waren mit 26,2 Millionen Euro leicht rückläufig.

Die Kehrseite der vielen Zukäufe

Ein Warnsignal sendet das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBITDA) des Konzerns für das erste Quartal 2025. Es rutschte mit minus 30,1 Millionen Euro tief in die roten Zahlen, nachdem es im Vorjahresquartal noch bei plus 14 Millionen Euro lag. Dies deutet darauf hin, dass die Integration und Sanierung der zahlreichen übernommenen Unternehmen eine erhebliche Herausforderung darstellt und das Kerngeschäft der Beteiligungen derzeit belastet.

Die Strategie von Mutares bleibt stark auf den Kreislauf aus Kaufen, Sanieren und Verkaufen ausgerichtet. Die Pipeline für weitere Exits sei gut gefüllt, heißt es vom Unternehmen. Diese werden auch dringend benötigt, um die Ergebnisse der Holding weiter zu stützen und die operative Profitabilität im weitverzweigten Konzern zu verbessern. Das dürfte eine spannende Aufgabe bleiben.

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