Mutares meldet Vollzug: Der Verkauf der Beteiligung an LiBCycle ist unter Dach und Fach. Doch statt Applaus reagiert die Aktie am Freitag verhalten und notiert leicht im Minus. Haben Anleger den Deal nach der jüngsten Rallye bereits vorweggenommen oder richten sich die Blicke längst auf ganz andere Dimensionen?

Die wichtigsten Fakten im Überblick:
* Vollzug: Verkauf der 51-Prozent-Mehrheit an LiBCycle an die Reverse Logistics Group abgeschlossen.
* Kontext: Die Aktie legte in den letzten 30 Tagen bereits um über 19 % zu.
* Perspektive: Analysten sehen Kursziele deutlich über dem aktuellen Niveau.

Strategie wird umgesetzt

Mit der Bestätigung des Verkaufs an die Reverse Logistics Group (RLG) unterstreicht die Münchener Beteiligungsgesellschaft ihre Strategie, Portfolio-Unternehmen nach erfolgreicher Neuausrichtung zu veräußern. LiBCycle, spezialisiert auf Logistiklösungen und ursprünglich Teil der inTime Group, verlässt damit das Portfolio. Dass der Kurs heute dennoch leicht auf 34,25 Euro nachgibt, werten Marktbeobachter als klassische "Sell-the-News"-Reaktion. Der Deal scheint eingepreist, und das Transaktionsvolumen dürfte im Vergleich zu anderen Aktivitäten als weniger kursrelevant eingestuft werden.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Mutares?

Der Elefant im Raum: SABIC-Deal

Der verhaltene Handel am Freitag steht in starkem Kontrast zur operativen Hektik der letzten Tage. Investoren fokussieren sich vermutlich stärker auf die erst am 9. Januar kommunizierte Großakquisition. Die Übernahme des Geschäftsbereichs Engineering Thermoplastics von SABIC bringt einen gewaltigen Umsatz von rund 2,5 Milliarden US-Dollar mit sich und soll das Segment Engineering & Technology stärken.

Trotz dieser fundamentalen Expansion gelingt es dem Papier aktuell nicht, die positive Nachrichtenlage direkt in weitere Kursgewinne umzumünzen. Mit einem Tagesminus von 0,44 % zeigt die Aktie eine kurzfristige Konsolidierung, nachdem sie seit Jahresanfang bereits gut 14 % zugelegt hatte.

Analysten sehen Luft nach oben

Ungeachtet der heutigen Verschnaufpause bleibt das sentiment professioneller Beobachter positiv. Warburg Research reagierte auf die aggressive Wachstumsstrategie und hob das Kursziel jüngst von 43 auf 46 Euro an, bei beibehaltener Kaufempfehlung. Damit liegt das Ziel fast deckungsgleich mit dem 52-Wochen-Hoch von 46,00 Euro. Die Experten scheinen darauf zu setzen, dass die hohe Transaktionsfrequenz den wahren Wert der Holding noch steigern wird.

Solange die Marke von 35 Euro nicht nachhaltig zurückerobert wird, bleibt das Chartbild kurzfristig angeschlagen. Die fundamentale Diskrepanz zwischen den massiven operativen Fortschritten durch den SABIC-Deal und der aktuellen Kurslethargie könnte sich jedoch auflösen, sobald die Konsolidierung der jüngsten Gewinne abgeschlossen ist.

Mutares-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Mutares-Analyse vom 16. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Mutares-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Mutares-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Mutares: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...