Die Rückversicherungsbranche liefert derzeit eine Meldung nach der anderen – und die klingen durchweg gut. Nach SCOR und Hannover Rück rückt nun der DAX-Konzern Münchener Rück in den Fokus. Die Vorzeichen für das Zahlenwerk des Branchenprimus könnten kaum besser sein.

Wettbewerber überzeugen auf ganzer Linie

Erst SCOR, dann Hannover Rück: Die Rückversicherer präsentieren sich aktuell von ihrer starken Seite. Der französische Wettbewerber SCOR meldete diese Woche einen kräftigen Anstieg des geschätzten Brutto-Prämienaufkommens – in der wichtigen Erneuerungsrunde zum 1. Januar legte es um 14,8 Prozent zu. Die traditionellen Prämien wuchsen um 4,7 Prozent. Die Aktie dankte es mit einem Kurssprung von rund vier Prozent.

Auch Hannover Rück legte überzeugende vorläufige Zahlen vor. Der Gewinn stieg 2025 deutlich und erreichte das im November angehobene Ergebnisziel. Für Anleger der Münchener Rück dürfte das ein gutes Omen sein – traditionell bewegen sich die großen Rückversicherer in ähnlichen Bahnen.

Rekordergebnisse und KI-Offensive

Die Münchener Rück selbst dürfte ihr selbstgestecktes Gewinnziel von 6,0 Milliarden Euro für 2025 sicher erreicht haben. Die Großschadensereignisse fielen deutlich geringer aus als befürchtet – selbst die verheerenden Waldbrände in Kalifornien konnten die positive Entwicklung nicht kippen. Laut Swiss Re lag die kumulierte Großschadensbelastung 2025 bei 107 Milliarden Dollar und damit unter dem Vorjahr.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Münchener Rück?

Für 2026 peilt das Management bereits das nächste Rekordergebnis an: Ein Nettogewinn von rund 6,3 Milliarden Euro steht im Raum. Besonders die Erstversicherungstochter ERGO entwickelt sich zum Wachstumstreiber. Im dritten Quartal hatte die Tochter dank der Übernahme des US-Direktversicherers NEXT und deutlichen Preiserhöhungen mit einem Anstieg beim operativen Segmentergebnis von 141 auf 304 Millionen Euro überrascht.

Ein zentraler Baustein der künftigen Strategie ist die Digitalisierung. Mit dem im Dezember vorgestellten Programm "Ambitions 2030" will der Konzern die Kostenbasis nachhaltig verbessern. Der Einsatz von KI-Tools zur Optimierung von Prozessen und Routineaufgaben soll bis Ende 2030 jährliche Einsparungen von 600 Millionen Euro bringen. Dabei setzt das Management auf einen fließenden Übergang – Mitarbeiter werden gezielt geschult, redundante Stellen nicht nachbesetzt. Betriebsbedingte Kündigungen sollen so vermieden werden.

Attraktive Bewertung und steigende Ausschüttungen

Mit einem KGV von 10,4 für 2026 und einer Dividendenrendite von 4,2 Prozent ist die Aktie alles andere als teuer. Zumal die Ausschüttungsquote von 75 auf 80 Prozent steigen soll – die Dividende dürfte also auch in den kommenden Jahren weiter zulegen. Analysten rechnen für 2025 mit einer Dividende von 22,00 Euro je Aktie.

Dank der komfortablen Kapitalausstattung soll auch das Aktienrückkaufprogramm weitergehen. Das laufende Programm über 2,0 Milliarden Euro endet Ende April – weitere Rückkäufe dürften folgen. Bis 2030 strebt der Konzern eine Eigenkapitalrendite von über 18 Prozent und ein jährliches Gewinnwachstum von mindestens 8 Prozent an.

Münchener Rück-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Münchener Rück-Analyse vom 05. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Münchener Rück-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Münchener Rück-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 05. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Münchener Rück: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...