Rekordgewinn, Dividendensprung und ein frisches Milliardenprogramm zum Aktienrückkauf — Munich Re lieferte zum Abschluss des Strategiezyklus „Ambition 2025" auf ganzer Linie. Gleichzeitig zeigen die Januar-Renewals, dass der Rückversicherungsmarkt seinen Zenit überschritten haben könnte.

Dividende und Rückkauf: 5,3 Milliarden für Aktionäre

Mit einem Nettogewinn von 6,12 Milliarden Euro übertraf Munich Re die eigene Prognose von 6 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2025. Besonders ins Auge fällt die Dividende: 24 Euro je Aktie — Analysten hatten im Schnitt rund 22 Euro erwartet. Zum Vergleich: 2021 lag die Ausschüttung noch bei 11 Euro. Eine Verdopplung in vier Jahren.

Hinzu kommt ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2,25 Milliarden Euro, das ab Ende April 2026 läuft. Zusammen mit der Dividende summiert sich die geplante Kapitalrückführung auf 5,3 Milliarden Euro — ein klares Signal an die Aktionäre.

Ambition 2030: Wachstum trotz Gegenwind

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Das Nachfolgeprogramm „Ambition 2030" setzt die Messlatte hoch: 8 Prozent jährliches EPS-Wachstum, eine Eigenkapitalrendite von über 18 Prozent und ein Nettogewinnziel von 6,3 Milliarden Euro bereits für 2026. Der Asset Manager MEAG soll auf 368 Milliarden Euro verwaltetes Vermögen wachsen und damit die Ertragsbasis breiter aufstellen.

Das Umfeld bleibt allerdings nicht ohne Reibung. Bei den Januar-Renewals sanken die Preise in der Schaden-Rückversicherung um 2,5 Prozent, bei Naturkatastrophendeckungen sogar um 6 Prozent. Munich Re reagierte mit diszipliniertem Underwriting und kürzte das Prämienvolumen auf 13,7 Milliarden Euro — ein Rückgang von knapp 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rentabilität vor Volumen, lautet die Devise.

Die Aktie notiert mit rund 537 Euro leicht unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt und etwa 12 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom April 2025. Der Kurs spiegelt damit die gemischte Lage wider: starke Fundamentaldaten auf der einen, Druck auf die Erneuerungspreise auf der anderen Seite.

Am 12. Mai 2026 folgen die Zahlen zum ersten Quartal — dann wird sich zeigen, wie stark sich der Preisrückgang bei den Renewals konkret in den Margen niederschlägt.

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