Der chinesische Elektroautobauer BYD spürt auf dem Heimatmarkt zunehmend Gegenwind. Während die lokalen Verkaufszahlen schwächeln und Konkurrenten Marktanteile abjagen, reagiert der Konzern mit einer Modelloffensive und neuen Ladetechnologien. Gleichzeitig rückt das internationale Geschäft in den Fokus – mit einem historischen Meilenstein bei den Exporten.

Neue Modelle und schnelle Ladezeiten

Am heutigen Sonntag reichte der Konzern gleich zwei neue Fahrzeuge bei den chinesischen Zulassungsbehörden ein. Neben einer Kombi-Variante der Seal 06-Familie mit Plug-in-Hybrid-Antrieb tauchte auch eine überarbeitete Version des Exportschlagers Atto 3 auf. Letzterer basiert auf einer neuen Heckantriebs-Plattform und zeigt sich mit vergrößerter Karosserie.

Diese Einreichungen sind Teil eines umfassenden Erneuerungszyklus der gesamten Produktpalette. Im Zentrum steht dabei die neue "Blade Battery 2.0" auf Basis von Lithium-Eisenphosphat. Zusammen mit einem neuen Megawatt-Ladesystem sollen Fahrzeuge in nur fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent laden können. Marktbeobachter werten diesen Technologiesprung als Versuch, sich im anhaltenden Preiskampf durch einen technischen Burggraben von der Konkurrenz abzuheben.

Schwäche in China, Rekorde im Ausland

Dieser technologische Vorstoß hat einen klaren Grund. Auf dem chinesischen Markt geriet BYD zuletzt unter Druck. Im Februar brachen die Verkaufszahlen im Jahresvergleich um 41 Prozent ein. Verantwortlich dafür waren das lange Neujahrsfest sowie eine neu eingeführte Kaufsteuer von fünf Prozent auf Elektroautos, die die Nachfrage dämpfte. Andere Hersteller wie Geely oder Leapmotor nutzen diese Schwächephase, um im mittleren Preissegment anzugreifen.

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Ganz anders präsentiert sich die Lage im internationalen Geschäft. Im Februar übertrafen die Exporte mit über 100.600 Fahrzeugen erstmals in der Unternehmensgeschichte die Inlandsverkäufe. In Europa konnte BYD im Januar bei den Neuzulassungen sogar Tesla hinter sich lassen. Um dieses Wachstum abzusichern, bereitet das Unternehmen den Produktionsstart in neuen Werken in Ungarn, Thailand, Usbekistan und Brasilien vor.

Spannung vor den Jahreszahlen

Am 26. März veröffentlicht BYD seinen vollständigen Jahresbericht für 2025. Anleger erhoffen sich davon konkrete Einblicke in die Margenentwicklung. Die aggressiven Preissenkungen der Vergangenheit und die enormen Investitionen in Forschung und Infrastruktur dürften Spuren in der Bilanz hinterlassen haben. Allein in den ersten drei Quartalen 2025 stiegen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 31 Prozent auf umgerechnet rund 6,14 Milliarden US-Dollar.

Der anstehende Finanzbericht liefert die harten Zahlen dazu, wie gut der Konzern den finanziellen Spagat zwischen dem schwächelnden Heimatmarkt, dem boomenden Exportgeschäft und den hohen Entwicklungskosten für die nächste Fahrzeuggeneration meistert.

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