MP Materials Aktie: Spannendes Jahr
Nach einem außergewöhnlichen Börsenjahr 2025 startet MP Materials mit deutlicher Volatilität in 2026. Der Seltene-Erden-Spezialist hat im vergangenen Jahr Kursgewinne von mehr als 230 % erzielt, notiert nach der kräftigen Korrektur seit dem Oktober-Hoch aber nur noch knapp über 50 US-Dollar. Im Raum steht damit die Frage, ob es sich um eine gesunde Konsolidierung nach einer Rally oder um den Beginn einer längeren Abkühlungsphase handelt.
Kursentwicklung und Kennzahlen
Nach dem Zwischenhoch von 100,25 US-Dollar Mitte Oktober 2025 hat die Aktie einen spürbaren Rücksetzer verzeichnet. Ende Dezember lagen die Papiere bei rund 51,86 US-Dollar, was einem Rückgang von gut 17 % auf Monatssicht entspricht.
Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:
- Marktkapitalisierung: rund 9 Mrd. US-Dollar
- 52-Wochen-Spanne: 15,56 – 100,25 US-Dollar
- Jahresperformance 2025: +228 %
- Rückgang in den letzten vier Wochen: -17,4 %
- Aktuelles KGV: -71,09 (negativ wegen Verlusten)
Damit trifft eine starke Kursbilanz auf ein noch klar verlustträchtiges Zahlenwerk.
Analysten bleiben zuversichtlich
Trotz der Korrektur überwiegt an der Wall Street ein positiver Grundton. Das durchschnittliche Analystenrating liegt bei „Moderate Buy“, das mittlere Kursziel bei 78,91 US-Dollar. Ausgehend vom aktuellen Niveau entspricht das einem Aufwärtspotenzial von mehr als 50 %.
Zu den jüngsten Einschätzungen zählen:
- Morgan Stanley: Hochstufung auf „Overweight“, Kursziel 71 US-Dollar (5. Dezember 2025)
- BMO Capital Markets: Hochstufung auf „Outperform“, Kursziel 75 US-Dollar
- Goldman Sachs: Aufnahme mit „Buy“, Kursziel 77 US-Dollar
- DA Davidson: Bestätigung „Buy“, Kursziel 82 US-Dollar
- Bank of America: Bestätigung „Buy“, Kursziel 112 US-Dollar (höchstes Kursziel im Sektor)
Die Analysten honorieren vor allem die strategische Bedeutung von MP Materials in der westlichen Versorgung mit Seltenen Erden.
Profitabilität bleibt Schwachpunkt
Operativ zeigt sich das Bild deutlich verhaltener. Im dritten Quartal 2025 lagen die Erlöse bei 53,6 Mio. US-Dollar, ein Rückgang von 15 % im Jahresvergleich. Hauptursache war der Stopp der Konzentratverkäufe nach China.
Unter dem Strich fiel ein GAAP-Nettoverlust von 41,8 Mio. US-Dollar an, nach 25,5 Mio. US-Dollar Minus im Vorjahresquartal. Eine negative Nettomarge von rund 50 % und eine Eigenkapitalrendite von -7,69 % unterstreichen den Druck auf die Profitabilität.
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Das Management stellt allerdings eine Rückkehr in die Gewinnzone ab dem vierten Quartal 2025 in Aussicht.
Strategische Partnerschaften als Treiber
2025 hat MP Materials seine strategische Position mit mehreren großen Deals deutlich ausgebaut:
- US-Verteidigungsministerium: 400 Mio. US-Dollar Eigenkapitalinvestment plus 150 Mio. US-Dollar Kreditlinie; zusätzlich ein Preisuntergrenze-Mechanismus von 110 US-Dollar je kg NdPr
- Apple: Mehrjähriger Liefervertrag über 500 Mio. US-Dollar mit 200 Mio. US-Dollar Vorabzahlung
- Saudi-Arabien: Joint Venture mit dem US-Verteidigungsministerium und Saudi Arabian Mining Company zum Aufbau einer Seltenen-Erden-Raffinerie
Auf der Produktionsseite meldete das Unternehmen im dritten Quartal 2025 einen Rekordausstoß von 721 Tonnen NdPr-Oxid. Das entspricht einem Plus von 51 % gegenüber dem Vorjahr und war das dritte Quartal in Folge mit neuen Bestmarken.
Diese Kombination aus staatlicher Unterstützung, Industriepartnerschaften und wachsender Produktion stärkt die langfristige Investment-Story.
Bewertungsdiskussion und Insiderverkäufe
Die Bewertung sorgt jedoch für Diskussionsstoff. Auf Basis der Prognosen handelt die Aktie bei einem Forward-EV/EBITDA-Multiple von etwa 44. Für ein Unternehmen, das noch Verluste schreibt, ist das ambitioniert.
Hinzu kommt: Die US-Regierung hält inzwischen rund 15 % der Anteile, was die strategische Rolle von MP Materials in der heimischen Lieferkette für Seltene Erden unterstreicht, aber die Abhängigkeit von politischen Rahmenbedingungen erhöht. Zudem haben Insider in den vergangenen 90 Tagen Aktien im Gegenwert von etwa 43,5 Mio. US-Dollar verkauft – ein Punkt, den Marktbeobachter kritisch registrieren.
Ausblick 2026: Fokus auf Umsetzung
Für 2026 rückt die Umsetzung der angekündigten Projekte in den Mittelpunkt. Die Inbetriebnahme der Anlagen zur Separation Schwerer Seltener Erden am Standort Mountain Pass ist für die Jahresmitte geplant und gilt als nächster großer Meilenstein. Parallel läuft der Bau der sogenannten 10X Facility, mit der MP Materials seine Kapazitäten in der Magnetproduktion deutlich ausbauen will.
Entscheidend für die weitere Kursentwicklung dürfte sein, ob das Unternehmen seine Produktionsrekorde, die neuen Partnerschaften und die Kapazitätserweiterungen wie angekündigt in nachhaltige Profitabilität überführt.
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