Bei der Banca Monte dei Paschi di Siena stehen entscheidende Tage bevor. Während das Institut die Neubesetzung seines Verwaltungsrats vorantreibt, bereitet das Management die Veröffentlichung eines wegweisenden Strategieplans vor. Diese Neuausrichtung markiert einen zentralen Punkt in der Transformation der italienischen Traditionsbank.

Umbau an der Führungsspitze

Die Governance-Struktur der Bank befindet sich in einer intensiven Phase der Umgestaltung. Nach Beratungen am vergangenen Wochenende reduziert die Führung derzeit die Liste der Kandidaten für das neue Kontrollgremium. Von einer vorläufigen Auswahl von 30 Namen soll bis zum 5. März eine finale Shortlist von 20 Personen feststehen. Ziel ist die Wahl von 15 Direktoren auf der Hauptversammlung am 15. April 2026.

Dabei deutet vieles auf Kontinuität an der operativen Spitze hin: Sowohl der aktuelle CEO Luigi Lovaglio als auch der Vorsitzende Nicola Maione stehen auf der Liste der Nominierten. Die Auswahl erfolgt in enger Abstimmung mit den Großaktionären, darunter die Holding Delfin (17,5 Prozent), die Caltagirone-Gruppe (10,2 Prozent) sowie BlackRock und das italienische Finanzministerium.

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Milliarden-Synergien durch Mediobanca-Integration

Parallel zum personellen Umbau steht die Bank vor einem massiven strukturellen Wandel. Am kommenden Freitag, den 27. Februar, wird CEO Lovaglio den neuen Industrieplan präsentieren. Im Fokus steht dabei die vollständige Integration von Mediobanca, an der Monte dei Paschi bereits im vergangenen Jahr eine Mehrheit von 86,3 Prozent erworben hatte.

Kann das Institut die hohen Erwartungen an die geplanten Synergieeffekte erfüllen? Marktbeobachter rechnen mit Synergien zwischen 700 Millionen und einer Milliarde Euro. Zudem sollen durch die Zusammenlegung erste strukturelle Kosteneinsparungen von rund 300 Millionen Euro erzielt werden. Das Investmentbanking soll künftig in einer eigenständigen Tochtergesellschaft unter dem Namen Mediobanca gebündelt werden, die zudem eine 13-prozentige Beteiligung am Versicherungsriesen Generali halten wird.

Marktreaktion und Ausblick

An der Börse wurde die Entwicklung zuletzt mit einer gewissen Zurückhaltung begleitet. Die Aktie, die auf Jahressicht ein Plus von knapp 49 Prozent verzeichnet, notierte am Montagabend bei 8,78 Euro. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 72,1 befindet sich der Titel aktuell in einem technisch überkauften Bereich.

Die kommenden Tage werden für die Marktteilnehmer entscheidend sein. Am Freitag wird CEO Luigi Lovaglio den neuen Industrieplan vorstellen, der die konkreten Integrationsschritte und die angestrebten Kosteneinsparungen detailliert. Diese Präsentation wird zeigen, wie die Bank die ambitionierten Synergieziele in der Praxis realisieren will.

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