Der ungarische Energiekonzern MOL beendet das Geschäftsjahr 2025 mit einer Rückkehr in die Gewinnzone. Während die Ölförderung in Aserbaidschan deutlich zulegt, drängt die Zeit bei strategischen Übernahmen in Osteuropa. Anleger blicken nun gespannt auf eine wichtige Frist der US-Sanktionsbehörde im März, die über die künftige Marktstellung entscheiden könnte.

Gewinnzone trotz Umsatzrückgang

Im vierten Quartal 2025 zeigte sich eine deutliche Verbesserung der Ertragslage. Obwohl der Umsatz auf rund 2,06 Billionen HUF sank (Vorjahr: 2,30 Billionen HUF), gelang der Sprung zurück in die Profitabilität. Mit einem Nettogewinn von 12,8 Milliarden HUF kehrte der Konzern nach einem Vorjahresverlust von 8,5 Milliarden HUF in die schwarzen Zahlen zurück.

Das operative Rückgrat bildete dabei erneut das Downstream-Segment, das im Gesamtjahr einen EBITDA-Beitrag von über 1,4 Milliarden USD lieferte. Flankiert wurde dieses Ergebnis durch eine solide Performance im Upstream-Bereich sowie stabile Erträge im Gasgeschäft. Insgesamt schloss MOL das Jahr 2025 mit einem Gewinn vor Steuern von 1,3 Milliarden USD ab.

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Produktionsschub und Übernahmepläne

Operativ profitiert MOL derzeit von einer effizienteren Förderung. Im aserbaidschanischen ACG-Block steigerte das Unternehmen den Ausstoß im vierten Quartal um 16 Prozent auf 15.200 Barrel Öläquivalent pro Tag. Diese Entwicklung stützte die gesamte Konzernproduktion, die zuletzt ein Niveau von 99,4 mboepd erreichte.

Kann MOL diese operative Stärke nun nutzen, um die Dominanz in Südosteuropa auszubauen? Das Management führt derzeit intensive Gespräche über den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung am serbischen Energieunternehmen NIS, das einen Großteil des dortigen Kraftstoffbedarfs deckt. Der Prozess ist jedoch komplex, da die US-Sanktionsbehörde OFAC eine Verhandlungsfrist bis zum 24. März 2026 gesetzt hat. Parallel dazu sondiert das Unternehmen weiterhin Möglichkeiten bei Lukoil-Assets in Bulgarien und Rumänien, um die regionalen Raffineriekapazitäten strategisch zu erweitern.

Charttechnik und Ausblick

An der Börse reagierte der Titel zuletzt volatil. Mit einem Schlusskurs von 3.528,00 HUF am Freitag notiert das Papier zwar rund 2,3 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt, verbuchte jedoch auf Sicht von 30 Tagen ein Minus von rund 6,4 Prozent. Der RSI-Wert von 70,3 deutet zudem darauf hin, dass die Aktie technisch derzeit als überkauft gilt, was kurzfristige Gewinnmitnahmen erklären könnte.

Für die kommenden Wochen steht die strategische Expansion im Fokus. Am 24. März endet die entscheidende Frist für die NIS-Verhandlungen in Serbien. Ein erfolgreicher Abschluss würde MOL den Zugriff auf die Pančevo-Raffinerie sichern und die Marktposition in Osteuropa fundamental stärken. Scheitern die Gespräche oder kommt es zu keiner Fristverlängerung durch die US-Behörden, müsste der Konzern seine Wachstumsstrategie in der Region neu bewerten.

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