MicroStrategy Aktie: Vertrauenskrise
Die Bitcoin-Strategie von MicroStrategy stößt an ihre Grenzen. Trotz des größten Krypto-Zukaufs seit über einem Jahr brach die Aktie ein – ein deutliches Zeichen dafür, dass Anleger die aggressive Verwässerung nicht länger tolerieren. Die bisherige Erfolgsformel scheint ausgereizt.
Rekordkauf verpufft wirkungslos
MicroStrategy hat zwischen dem 12. und 19. Januar weitere 22.305 Bitcoin zu einem Durchschnittspreis von 95.284 US-Dollar erworben. Finanziert wurde der Kauf durch die Ausgabe neuer Aktien im Volumen von 2,125 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen hält nun insgesamt rund 709.715 BTC.
Die Reaktion der Börse: Ein Kurssturz von über 7 Prozent am Folgetag. Damit ist klar: Die Dynamik, bei der große Bitcoin-Käufe den Kurs nach oben trieben, funktioniert nicht mehr. Investoren honorieren die Akkumulationsstrategie nicht länger mit Kursgewinnen.
Kapitalstruktur unter Druck
Um die Bitcoin-Käufe zu stemmen, emittiert MicroStrategy kontinuierlich neue Aktien. Allein in der Woche bis zum 19. Januar wurden über 10,3 Millionen Stammaktien sowie knapp 3 Millionen Vorzugsaktien der Serie STRC und rund 38.800 STRK-Papiere platziert. Die Verwässerung für Bestandsaktionäre ist massiv.
Gleichzeitig verschiebt sich die Finanzierungsstruktur: Weg von Wandelanleihen, hin zu ewigen Vorzugsaktien. Das reduziert zwar kurzfristige Refinanzierungsrisiken, schafft aber neue Verpflichtungen durch laufende Dividendenzahlungen.
Die Kennzahlen:
* Wandelanleihen: 8,21 Milliarden US-Dollar
* Vorzugsaktien-Verpflichtungen: 8,36 Milliarden US-Dollar
* Aufschlag zum Nettoinventarwert (NAV): Nur noch 1,1 (Ende 2024: über 2,4)
Bewertung im freien Fall
Der Aufschlag, den Anleger bereit waren für MicroStrategy gegenüber dem reinen Bitcoin-Bestand zu zahlen, ist nahezu verschwunden. Das Premium zum NAV fiel von einem Multiplikator über 2,4 im späten 2024 auf aktuell etwa 1,1 – ein Zeichen schwindenden Vertrauens.
Die Software-Sparte des Unternehmens erwirtschaftet jährlich zwischen 460 und 500 Millionen US-Dollar Umsatz. Dieser operative Kern wirkt angesichts der milliardenschweren, volatilen Krypto-Position marginal.
Immerhin: Die Ratingagentur S&P Global bestätigte Anfang Januar das Emittentenrating von 'B-' mit stabilem Ausblick. Begründung: Die Etablierung einer US-Dollar-Reserve mindere Liquiditätsrisiken. Zudem entschied MSCI am 6. Januar, Unternehmen mit digitalen Treasury-Strategien wie MicroStrategy in seinen Indizes zu belassen – das verhinderte Zwangsverkäufe in Milliardenhöhe.
Die zentrale Frage bleibt: Wie lange kann ein Unternehmen mit bescheidenem Kerngeschäft eine derart aggressive Krypto-Wette aufrechterhalten, wenn der Markt die Prämie verweigert? Die aktuelle Kursentwicklung deutet darauf hin, dass die Geduld der Investoren erschöpft ist.
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