Microsoft Aktie: Vor Zahlen
Microsoft geht mit spürbarer Unruhe in die Zahlenwoche. Die Aktie hat sich zwar deutlich von ihren Tiefstständen des vergangenen Jahres gelöst, tritt kurzfristig aber eher auf der Stelle. Entscheidend ist nun, ob der Konzern das hohe Wachstum im Cloud-Geschäft rund um Azure halten kann – denn genau darauf baut die aktuelle Bewertung.
Nervöser Markt vor Quartalsbericht
Am Mittwoch legt Microsoft die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal vor. Schon jetzt ist klar: Der Ausblick auf das Cloud- und KI-Geschäft dürfte stärker beachtet werden als jede einzelne Gewinnkennzahl.
Im zurückliegenden Quartal (Q1 GJ 2026) hatte Microsoft mit seiner Cloud-Sparte überzeugt. Azure und andere Cloud-Dienste steigerten den Umsatz um 40 % gegenüber dem Vorjahr (39 % in konstanten Wechselkursen) und trugen maßgeblich zu Konzernerlösen von 77,7 Milliarden US‑Dollar bei. Dieses Tempo gilt nun als Messlatte.
Die Bewertung spiegelt diesen Anspruch wider: Im englischen Originaltext wird ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 33 genannt. Damit ist klar, dass der Markt weiteres dynamisches Wachstum einkalkuliert. Schon ein moderater Dämpfer beim Cloud-Wachstum oder bei der Monetarisierung von KI-Diensten könnte kurzfristige Kursgewinne schnell wieder auslöschen.
Technische Lage: Solide, aber anfällig
Aus technischer Sicht wirkt die Ausgangslage gemischt. Kurzfristig präsentiert sich der Kurs stabil, bleibt aber klar unter dem Rekordniveau der vergangenen zwölf Monate.
- Aktueller Kurs: 466,41 US‑Dollar
- Abstand zum 52‑Wochen-Hoch (488,02 US‑Dollar): rund 4 %
Damit notiert die Aktie zwar deutlich über ihrem 52‑Wochentief von 321,25 US‑Dollar, aber eben auch ein Stück entfernt von der Bestmarke. Der Kurs liegt über den gängigen gleitenden Durchschnitten (50, 100 und 200 Tage), was technisch für einen intakten Aufwärtstrend spricht. Gleichzeitig signalisiert ein 14‑Tage‑RSI von 45,8 weder eine überkaufte noch eine überverkaufte Situation – Spielraum nach beiden Seiten ist vorhanden.
Die annualisierte 30‑Tage‑Volatilität von gut 57 % unterstreicht, dass die Schwankungsbreite zuletzt deutlich erhöht war. Das passt zu einem Markt, der sich vor einem potenziell kursbewegenden Ereignis positioniert, aber noch keine klare Richtung gefunden hat.
Azure im Fokus der Anleger
Inhaltlich konzentriert sich fast alles auf die Sparte „Intelligent Cloud“ und hier vor allem auf Azure. Der starke 40‑Prozent-Zuwachs im Vorquartal hat die Latte hoch gelegt. Viele Investoren verbinden mit Microsoft nicht nur klassische Software, sondern inzwischen vor allem Cloud-Infrastruktur und KI‑Plattformen.
Aus dem englischen Quelltext wird deutlich:
- Das Cloud-Wachstum um 40 % gilt als Referenzwert.
- Die Bewertung mit einem KGV um 33 setzt anhaltend hohes Wachstum voraus.
- Eine erneute deutliche Übererfüllung der Erwartungen im Cloud‑Geschäft könnte den Kurs in Richtung 500 US‑Dollar treiben.
Umgekehrt wäre eine klar sichtbare Abschwächung beim Azure-Wachstum ein Risiko. In einem Umfeld, in dem viele Tech-Werte bereits anspruchsvoll bewertet sind, reagieren Anleger auf solche Signale häufig schnell und konsequent.
Ausblick auf Mittwoch
Für die nächsten Tage ist der Katalysator klar definiert: der Ergebnisbericht am Mittwoch. Die kurzfristige Kursrichtung dürfte maßgeblich davon abhängen, ob Microsoft das starke Cloud-Wachstum um Azure bestätigen oder sogar übertreffen kann und wie konkret das Management zur weiteren KI-Monetarisierung Stellung nimmt. Damit liefert der Termin voraussichtlich die entscheidende Orientierung für die Aktie im weiteren Verlauf des ersten Quartals 2026.
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