Microsoft steht vor einer richtungsweisenden Woche. Die Aktie hat in den letzten drei Monaten rund zehn Prozent an Wert verloren, da Anleger zunehmend besorgt auf die explodierenden Kosten für die KI-Infrastruktur blicken. Am 28. Januar muss der Tech-Gigant beweisen, dass sich die Milliardeninvestitionen trotz sinkender Margen auszahlen und die Wachstumstory intakt ist.

Nachfrage übersteigt Angebot

Das Kerngeschäft läuft auf Hochtouren, doch Microsoft kann die immense Nachfrage kaum bedienen. Im ersten Geschäftsquartal 2026 kletterten die Umsätze im Bereich „Azure und andere Cloud-Dienste“ um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders der Auftragsbestand sendet ein starkes Signal: Die noch zu erfüllenden Leistungsverpflichtungen (RPO) stiegen um über 50 Prozent auf fast 400 Milliarden US-Dollar.

Das Management rechnet für das abgelaufene zweite Quartal mit einem währungsbereinigten Azure-Wachstum von rund 37 Prozent. Das Problem liegt nicht im Absatz, sondern in der Kapazität. Die Engpässe bei der Bereitstellung von Rechenleistung dürften noch bis mindestens Ende des Geschäftsjahres anhalten.

Die Kostenfalle

Der aggressive Ausbau der Infrastruktur fordert seinen Tribut. Die Investitionsausgaben (CapEx) erreichten im ersten Quartal massive 34,9 Milliarden US-Dollar – und das Management hat bereits angekündigt, dass das Ausgabenwachstum im Gesamtjahr 2026 das des Vorjahres noch übertreffen wird.

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Diese enormen Summen drücken auf die Profitabilität. Die Bruttomarge gab zuletzt leicht nach, da die Skalierung der KI-Rechenzentren und die intensivere Nutzung neuer KI-Funktionen Geld kosten. Marktbeobachter stellen sich die Frage, ob die langfristigen Erträge diese massiven Vorleistungen rechtfertigen.

Die wichtigsten Kennzahlen des Q1 2026 im Überblick:
* Umsatz: 77,7 Mrd. USD (+18 %)
* Bruttomarge: 69 %
* Free Cash Flow: 25,7 Mrd. USD (+33 %)
* Investitionsausgaben: 34,9 Mrd. USD

Analysten bleiben optimistisch

Trotz der Kostenbedenken stärkt Microsoft seine Marktposition weiter, etwa durch einen neuen 170-Millionen-Dollar-Vertrag mit der US Air Force, der die Cloud-Strategie des Militärs bis 2028 absichert. Die Stimmung an der Wall Street ist daher weiterhin überwiegend positiv: Von 41 Analysten raten 35 zum Kauf, mit einem durchschnittlichen Kursziel von 618 US-Dollar. Allerdings haben einige Häuser ihre Ziele zuletzt leicht gekürzt, da die Bewertungen im Softwaresektor insgesamt kritischer hinterfragt werden.

Am kommenden Mittwoch liegen die Zahlen für das zweite Quartal vor. Mit einem aktuellen Kurs von 468,54 USD und einem KGV um die 30 ist die Bewertung anspruchsvoll. Der deutliche Kursanstieg von über 5 Prozent am vergangenen Freitag deutet jedoch darauf hin, dass Anleger kurz vor den Zahlen wieder Positionen aufbauen und auf positive Überraschungen setzen.

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